Pavard-aus: inter muss über den tisch – akanji rettet den deal!
Mailand – Ein Wechselbad der Gefühle für die Nerazzurri! Nur Stunden vor knapp einem Jahr wurde Benjamin Pavard als Leihgabe mit Kaufoption verpflichtet, um die Abwehr zu verstärken. Nun droht der Deal zum teuren Fehlkauf zu werden, da Olympique Marseille vom Auslösen der Kaufoption Abstand genommen hat. Ein finanzieller Schlag ins Gesicht für den Serie-A-Champion – und ein Glücksfall für Alessandro Bastoni, der so womöglich doch in Barcelona landet.
Die marschroute aus marseille: ein teurer spaß
Der Verzicht der Franzosen auf Pavard bedeutet, dass die 15 Millionen Euro für den Transfer in den Wind schlagen und der für ihn vorgesehene Jahresgehalt von rund 5 Millionen Netto wieder frei wird. Das ist eine beträchtliche Summe, die das Budget des Vereins belastet, insbesondere angesichts der ambitionierten Pläne für die kommende Saison. Die Entscheidung aus Marseille ist gefallen, und Inter muss nun handeln.
Ein taktischer Irrtum? Bereits im September vergangenen Jahres, nach dem enttäuschenden Debüt gegen Torino, stellte sich die Frage, ob Pavard wirklich der richtige Spieler für das taktische System von Simone Inzaghi war. Die Verantwortlichen um Beppe Marotta und Piero Ausilio erkannten damals, dass der Franzose nicht die gewünschte Flexibilität bot. Inzwischen hat sich die Situation komplett umgekehrt. Während Pavard in der Ligue 1 Schwierigkeiten hatte, sich zu etablieren, hat Manuel Akanji, ebenfalls für eine ähnliche Summe verpflichtet, in Mailand sofort überzeugt und sich einen Stammplatz erkämpft. Der Kauf des Schweizer Verteidigers war ein Volltreffer.
Die Situation ist komplex. Pavard wird ab dem 1. Juli wieder zu den Nerazzurri-Spielern gehören. Doch sein Gehalt stellt eine erhebliche Hürde dar, insbesondere wenn man bedenkt, dass er unter Chivu keine zentrale Rolle spielen wird. Ein Abgang ist unausweichlich. Die Klubs aus der Türkei und Saudi-Arabien zeigen bereits reges Interesse, doch die Frage ist, ob Inter ein Angebot erhalten wird, das den hohen Gehaltsforderungen gerecht wird. Der Vertrag von Pavard läuft noch bis 2028 – ein Faktor, der die Verhandlungen erschwert.
Die sportliche Führung um Inzaghi wird alles daran setzen, den Franzosen so schnell wie möglich abzugeben. Nicht nur ein Abschied, sondern ein vollständiger Schnitt ist das Ziel. Denn eines ist klar: Mit einem Spieler, der nicht vollends überzeugt, lässt sich kein erfolgreiches Zukunftskonzept aufbauen. Das Kapitel Pavard in Mailand scheint damit zu einem vorzeitigen und kostspieligen Ende zu kommen. Ob Inter am Ende doch noch auf Akanji setzt und den französischen Abwehrspieler als teure Lehrgeld abhaken kann, wird die Zeit zeigen.

Die zukunft der abwehr: akanji im fokus
Während Pavards Zukunft ungewiss ist, steht fest, dass Akanji das Herz der Inter-Abwehr bilden wird. Seine Leistungen sprechen für sich, und er hat bewiesen, dass er in der Lage ist, das Team zu stabilisieren und zu führen. Die Nerazzurri haben mit ihm einen echten Glücksgriff erzielt.
