Paulo fonseca und der ukraine-krieg: ehefrau träumt von frieden

Der trainer von lyon spricht über die eskalation in der ukraine

Paulo Fonseca, Trainer des französischen Erstligisten Olympique Lyon, hat sich in einem Interview mit der französischen Sportzeitung L’Équipe eindringlich zu den aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg geäußert. Der Portugiese, der zwischen 2016 und 2019 beim ukrainischen Verein Schachtar Donezk tätig war, hat eine besondere Verbindung zu dem Land. Seine Frau stammt aus einer Stadt nahe der russischen Grenze.

Erinnerungen an den beginn des krieges

Erinnerungen an den beginn des krieges

Fonseca schildert die schrecklichen Momente des russischen Einmarsches im Februar 2022. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Kiew, zusammen mit seinem Kollegen Roberto De Zerbi, und suchte Schutz in einem Bunker. "Ich hörte um 5 Uhr morgens die Bomben auf die Stadt fallen, ein Geräusch, das ich nie vergessen werde", so Fonseca. Er erinnert sich an panische Fluchtversuche und eine gefährliche Reise in die Moldau.

Die sorge um seine frau und das land

Die sorge um seine frau und das land

Die Familie von Fonseca lebt mittlerweile in Portugal, doch seine Frau leidet unter der Situation und wünscht sich sehnlichst die Rückkehr in ein friedliches Ukraine. "Meine Frau träumt davon, in ihr Land zurückzukehren, in eine friedliche Ukraine", sagte der Trainer. Die zunehmende Intensität der russischen Angriffe und die damit einhergehende Zerstörung beunruhigen ihn zutiefst.

Kritik an trump und infantino

Kritik an trump und infantino

Fonseca kritisiert insbesondere die Politik des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser habe die Ukraine geschwächt und Europa destabilisiert. "Mit Trump wurden die Dinge schlimmer, weil er die Ukraine und Europa schwächte", so Fonseca. Er fordert mehr Führungspersönlichkeiten wie Emmanuel Macron, der sich seiner Meinung nach der russischen Aggression mutig entgegenstellt.

Debatte über einen boykott der weltmeisterschaft

Der Trainer wirft auch die Frage auf, ob ein Boykott der Weltmeisterschaft in Nordamerika in Erwägung gezogen werden sollte. Er kritisiert die Haltung des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, der angeblich eine Rückkehr Russlands in den internationalen Wettbewerb in Betracht zieht. "Infantino denkt wie Trump nur an seine wirtschaftlichen Interessen", so Fonseca. Er zweifelt, ob Fußball überhaupt ein geeignetes Mittel sein kann, um gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren.

Ein video wirft fragen auf

Neben den politischen Äußerungen gibt es auch sportliche Nachrichten. Ein Video, das die Disqualifikation von Vladyslav Heraskevyc zeigt, wirft Fragen auf und wird aktuell diskutiert. Details zu dem Vorfall sind jedoch noch nicht vollständig bekannt.

Die situation in der ukraine bleibt angespannt

Die Situation in der Ukraine bleibt weiterhin äußerst angespannt. Die russischen Angriffe nehmen zu, und die humanitäre Lage verschlechtert sich zusehends. Paulo Fonseca appelliert an die internationale Gemeinschaft, die Ukraine weiterhin zu unterstützen und sich für einen schnellen Frieden einzusetzen.