Partey-drama vor wm: ghana protestiert gegen kanada!
Schock für die ghanaische Nationalmannschaft: Mittelfeldstar Thomas Partey steht vor dem verpassten WM-Auftakt gegen Panama. Die Regierung Ghanas hat scharf protestiert, nachdem Kanada dem Spieler die Einreise verweigert hat – ein Skandal, der die Fußballwelt in Aufruhr versetzt.

Ein rechtsstreit überschattet den wm-traum
Die Situation ist explosiv. Laut offizieller Erklärung der ghanaischen Regierung handelt es sich um eine „willkürliche und äußerst ungerechte Entscheidung“ Kanadas. Die Regierung hat eine Protestnote an das kanadische Außenministerium übermittelt und versucht nun mit „aktiven diplomatischen Bemühungen“, die Entscheidung rückgängig zu machen. Der Kern des Problems liegt in einem im Vereinigten Königreich anhängigen Strafverfahren gegen Partey, in dem ihm mutmaßliche Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen werden – Vorwürfe, die der Spieler vehement bestreitet.
Die ghanäische Regierung betont vehement das Prinzip der Unschuldsvermutung und kritisiert die Entscheidung Kanadas als unverhältnismäßig. Man werde „alle verfügbaren Rechtsmittel prüfen und ausschöpfen“, um eine faire Beurteilung der Vorwürfe sicherzustellen. Die Anklagepunkte, die von der britischen Staatsanwaltschaft im Juli 2025 erhoben wurden, umfassen mutmaßliche Straftaten zwischen 2021 und 2022 sowie eine erneute Anklage im Februar dieses Jahres.
Die kanadische Regierung rechtfertigt ihre Entscheidung mit der Aussage, dass Personen, die einer Straftat beschuldigt oder verurteilt wurden, die Einreise nach Kanada verweigert werden kann. Doch Partey steht bislang vor keinem rechtskräftigen Urteil. Der Prozess, dessen Termin nun auf den 2. November 2026 festgesetzt ist, wirft einen langen Schatten auf die WM-Teilnahme des Villarreal-Spielers.
Obwohl Partey für die weiteren Gruppenspiele gegen England (23. Juni) und Kroatien (27. Juni) in den USA wahrscheinlich spielberechtigt sein wird, bleibt der bevorstehende Einsatz gegen Panama in Toronto in Frage. Die ghanaische Regierung hat nun einen diplomatischen Balanceakt zu vollbringen: Einerseits muss sie die Interessen ihres Spielers vertreten, andererseits respektiert sie die kanadischen Einwanderungsgesetze. Ein juristisches Tauziehen von internationalem Ausmaß hat begonnen, dessen Ausgang die WM-Chancen Ghanas maßgeblich beeinflussen könnte.
