Paralympics: boykott der ukraine nach zulassung russischer und belarussischer athleten
- Eskalation um paralympics-teilnahme aus russland und belarus
- Ukrainischer boykott – keine teilnahme an offiziellen veranstaltungen
- Aufruf zur solidarität: boykott der eröffnungsfeier
- Zahl der teilnehmenden athleten aus russland und belarus
- Bidnys scharfe kritik an der ipc-entscheidung
- Hintergrund der kontroverse
- Mögliche konsequenzen für die paralympics
Eskalation um paralympics-teilnahme aus russland und belarus
Die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Athleten aus Russland und Belarus unter eigener Flagge an den Paralympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo (6. bis 15. März 2026) teilnehmen zu lassen, hat zu einem heftigen Eklat geführt. Die ukrainische Regierung kündigte umgehend einen Boykott der Spiele an.

Ukrainischer boykott – keine teilnahme an offiziellen veranstaltungen
Wie der ukrainische Sportminister Matwiy Bidny über soziale Medien bekannt gab, werden ukrainische Regierungsvertreter nicht an den Paralympischen Spielen teilnehmen. Dies umfasst die komplette Abwesenheit von der Eröffnungsfeier sowie allen anderen offiziellen paralympischen Veranstaltungen. Dieser Schritt ist ein deutliches Zeichen des Protests gegen die IPC-Entscheidung.

Aufruf zur solidarität: boykott der eröffnungsfeier
Auch der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha rief andere Länder dazu auf, der Eröffnungsfeier fernzubleiben, um ein starkes Signal gegen die Zulassung der russischen und belarussischen Athleten zu senden. Die Entscheidung wird in der Ukraine mit großer Empörung aufgenommen und als Schlag ins Gesicht der ukrainischen Sportler empfunden.
Zahl der teilnehmenden athleten aus russland und belarus
Insgesamt werden sechs russische und vier belarussische Athleten unter ihrer nationalen Flagge bei den Paralympics starten. Diese Entscheidung des IPC war bereits zuvor von Matwiy Bidny scharf kritisiert worden. Er bezeichnete die Entscheidung als „enttäuschend und empörend“.
Bidnys scharfe kritik an der ipc-entscheidung
„Die Entscheidung der Organisatoren der Paralympics, Mördern und ihren Komplizen die Teilnahme an den Paralympischen Spielen unter nationaler Flagge zu gestatten, ist sowohl enttäuschend als auch empörend“, schrieb Bidny. Diese Aussage verdeutlicht die tiefe Verbitterung und den Unmut in der Ukraine über die IPC-Entscheidung.
Hintergrund der kontroverse
Der Konflikt wurzelt in der russischen Invasion in die Ukraine. Die ukrainische Regierung argumentiert, dass die Teilnahme russischer und belarussischer Athleten an internationalen Wettbewerben ein falsches Signal sendet und die Gräueltaten in der Ukraine legitimiert. Die IPC versucht, einen Mittelweg zu finden, der die Teilnahme von Athleten ermöglicht, ohne die politische Botschaft zu unterstützen.
Mögliche konsequenzen für die paralympics
Der Boykott der Ukraine könnte einen Präzedenzfall schaffen und andere Länder dazu bewegen, ebenfalls Abstand von den Spielen zu nehmen. Dies würde die Paralympics in ihrer internationalen Bedeutung schwächen und die ohnehin schon schwierige Situation weiter verschärfen. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Lage entwickelt.
