Papstwort: sport als brücke für frieden und menschlichkeit
Ein seltenes Augenblick der Harmonie: Im Herzen des Vatikans, im Clementinasaal, trafen sich gestern zahlreiche Vertreter der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina zu einem bewegenden Austausch mit Papst Leo XIV. Das Treffen, das von Athleten, Funktionären und Vertretern der Kirche geprägt war, offenbarte eine Botschaft von Hoffnung und Einheit, die weit über den sportlichen Wettkampf hinausreicht.
Der papst fordert mehr als nur siege
Die Atmosphäre war von tiefer Aufrichtigkeit geprägt, als Leo XIV. die Anwesenden begrüßte und die Bedeutung des Sports als Spiegelbild menschlicher Werte hervorhob. Er betonte, dass der wahre Sieg nicht im Triumph über den Gegner liegt, sondern in der Qualität der Beziehungen und der Fähigkeit, gemeinsam zu wachsen. „Niemand gewinnt allein“, mahnte er eindrücklich, und rief dazu auf, die Versuchung zu vermeiden, den Erfolg um jeden Preis zu erkaufen, einschließlich des Einsatzes unlauterer Mittel.
Die Worte des Papstes trafen die Athleten tief im Herzen. Federica Brignone, italienische Skirennläuferin, drückte ihre Dankbarkeit aus: „Was der Papst gesagt hat, berührt einen zutiefst. Es sind Worte, die man mitnimmt und die einem Kraft geben.“ Auch Francesca Lollobrigida, Eisschnellläuferin, betonte die emotionale Wucht des Augenblicks: „Es war eine unbeschreibliche Emotion, fast wie die Teilnahme an den Olympischen Spielen selbst.“

Athletica vaticana und die werte des sports
Der Papst nutzte die Gelegenheit, um die Arbeit des Athletica Vaticana, dem offiziellen Mehrspartenverein des Heiligen Stuhls, zu würdigen. Er lobte die Vorbereitung des Treffens und erinnerte an die kürzlich abgeschlossenen Olympischen Spiele, die neben sportlichen Höchstleistungen auch einen „edlen menschlichen, kulturellen und spirituellen Botschafter“ in die Welt getragen haben.
Luciano Bonfiglio, Präsident des italienischen Nationalen Olympischen Komitees (CONI), unterstrich die Verbundenheit des Sports mit den Werten des Lebens selbst, eine Beobachtung, die der Papst regelmäßig in seinen Botschaften betont. Marco Giunio De Sanctis, Präsident des Italienischen Paralympischen Komitees, hob die Nähe des Sports zur katholischen Kirche hervor und betonte die Bedeutung von Respekt, Fairplay und Inklusion, insbesondere im paralympischen Bereich.
Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Giovanni Malagò, Präsident der Stiftung Mailand-Cortina 2026, dem Papst die olympische Fackel – ein Symbol der Hoffnung und des Friedens, das nun den Weg in eine Zukunft weist, in der der Sport nicht nur als Wettkampf, sondern auch als Plattform für Menschlichkeit und Verständigung dient.
Die Botschaft des Papstes hallt nach: Der Sport muss mehr sein als die Jagd nach Medaillen. Er muss ein Spiegelbild unserer besten Werte sein, ein Ort der Begegnung und des Respekts, ein Weg zur Versöhnung und einem friedlicheren Miteinander.
