Padel-stars vor frankreich-herausforderung: chingotto und coello im fokus
Die Welt der Padel-Elite steht vor einem radikalen Umbruch. Nach der hitzigen Schlacht in Valladolid, geprägt von sengender Hitze und raschen Courts, reisen die Athleten nach Frankreich, wo ein Indoor-Turnier mit deutlich langsamerem Spieltempo auf sie wartet. Ein Wechsel, der die Anpassungsfähigkeit der besten Duos der Welt auf die Probe stellen wird.
Gesundheitszustand der top-paare wirft fragen auf
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Zustand von Fede Chingotto und Arturo Coello. Beide litten in Valladolid unter gesundheitlichen Problemen und wirkten in der Finalrunde sichtlich angeschlagen. Besonders besorgniserregend war der Vorfall mit 'dem Ratón', der aufgrund einer gesundheitlichen Schwäche kurzzeitig die Bahn verlassen musste. Auch andere namhafte Spieler wie Jon Sanz und Lucas Campagnolo erreichen Frankreich unter einem Fragezeichen, nachdem sie im Turnier in Valladolid früh ausscheiden mussten.
Die Turnierleitung hat das Haupttableau identisch mit dem Vorturnier belassen, was bedeutet, dass sich Arturo Coello und Agustín Tapia erneut mit Juan Lebrón und Leo Augsburger messen werden. Zuvor müssen sie jedoch in der Achtelfinalrunde gegen Guille Collado und Pol Hernández bestehen. Sollten sie sich durchsetzen, könnte es zu einem Duell mit Momo González und Lucas Campagnolo im Viertelfinale kommen. Lebrón und Augsburger wiederum bewegen sich in derselben Turnierhälfte wie Paquito Navarro und Martín Di Nenno.
Auf der anderen Seite des Tableaus stehen Fede Chingotto und Ale Galán vor einer ebenso anspruchsvollen Aufgabe. Ihr Debüt gegen die jungen Talente David Gala und Enzo Jensen könnte bereits eine Zerreißprobe werden. Im Viertelfinale könnte ein Duell mit dem erfahrenen Duo Coki Nieto und Jon Sanz folgen, während im Halbfinale Franco Stupaczuk und Mike Yanguas auf sie warten.
Stupaczuk und Yanguas stehen unter gewissem Druck, nachdem die letzten Wochen nicht ihren Erwartungen entsprachen. Doch wie der Spieler selbst in einer Erklärung gegenüber MARCA betonte, sind die langsameren Bedingungen in Bordeaux deutlich günstiger für ihr Spiel als das unkontrollierte Tempo in Valladolid. Die Bedingungen in Frankreich könnten genau das sein, was sie benötigen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Triay und brea wollen ihren rhythmus finden
Im Damenbereich wiederholt sich die Turnierstruktur des Vorturniers, wobei die Top-Vier-Paare in ähnlichen Konstellationen aufeinandertreffen. Gemma Triay und Delfi Brea stehen besonders im Fokus, da sie nach einer beeindruckenden Serie von dreizehn Finalteilnahmen nun zwei Turniere in Folge im Halbfinale gescheitert sind. Obwohl sie keinen Druck hinsichtlich der Weltrangliste verspüren, werden sie alles daran setzen, ihre Position an der Spitze zurückzugewinnen.
Das Duo Nerone startet gegen Carmen Goenaga und Bea Caldera und könnte im Viertelfinale gegen Marina Guinart und Vero Virseda antreten. Sollten sie diese Hürden überwinden, könnte es im Halbfinale zu einer Neuauflage des Duells mit Ari Sánchez und Andrea Ustero kommen, die sie in den letzten zwei Turnieren ausgeschaltet haben. Sánchez und Ustero hingegen haben bisher nur bei schnellen Belägen brilliert und stehen in Bordeaux vor der Herausforderung, auch auf langsameren Courts erfolgreich zu sein.
Auch Bea González und Paula Josemaría haben einen anspruchsvollen Weg vor sich. Sie treffen voraussichtlich auf Lucía Sainz und Jana Montes und könnten im Viertelfinale gegen Marta Ortega und Martina Calvo antreten, die sie bereits im Turnier von Valencia besiegt haben. Die Halbfinalisten aus Valladolid, Claudia Fernández und Sofía Araujo, könnten im Viertelfinale auf ein spannungsgeladenes Duell mit Claudia Jensen und Tamara Icardo treffen.
Letztendlich bietet der Besuch von Premier Padel in Bordeaux eine Chance für die Duos, die in Kastilien kein Glück hatten, und stellt für diejenigen, die in Valladolid siegreich waren, eine echte Überlebensprüfung dar. Wer den Gang zum langsameren, französischen Spielstil am besten meistert, wird einen entscheidenden Schritt in Richtung des Titels machen.
