Ösv: scherer verlässt verband – fokus auf kommerzialisierung!

Schock in der österreichischen Skiszene: Christian Scherer, langjähriger Generalsekretär des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV), wird den Verband im Herbst verlassen. Der Schritt, der auf eigenen Wunsch erfolgt, markiert einen Wendepunkt für den Verband und zwingt zur Neubesetzung der Schlüsselposition. Was bedeutet das für die Zukunft des österreichischen Skisports?

Die entscheidung scherers: ein neuanfang in der wirtschaft

Nach über einem Jahrzehnt im Dienste des ÖSV, davon fünf Jahre als Generalsekretär, wählt Scherer eine neue berufliche Herausforderung in der Privatwirtschaft. Eine Entscheidung, die, wie Präsidentin Roswitha Stadlober betont, „mit großem Respekt“ aufgenommen wird. Scherer hinterlässt einen Verband in deutlich besserer Verfassung als er ihn angetreten ist.

Stadlober würdigte Scherers Leistung: „Christian hat unseren Verband auch in herausfordernden Zeiten mit bemerkenswerter Ruhe geführt und damit eine starke wirtschaftliche Basis für die kommenden Jahre geschaffen.“ Tatsächlich gelang es unter seiner Ägide, die wirtschaftliche Stabilität zu festigen, die internationale Position des ÖSV zu stärken und langfristige Partnerschaften mit wichtigen Medien- und Sponsoren zu sichern. Die Flutlichtanlage am Bergisel, strategische Investitionen in die Digitalisierung und die erfolgreiche Organisation der Skiflug-Weltmeisterschaften 2024 sowie die Vorbereitung der Alpine Ski Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach sind eindrucksvolle Beispiele dafür.

Neuausrichtung: der kommerzielle bereich im fokus

Neuausrichtung: der kommerzielle bereich im fokus

Die Suche nach Scherers Nachfolger soll bereits Anfang Mai beginnen. Der neue Generalsekretär wird vor allem für die kommerzielle Weiterentwicklung des Verbandes verantwortlich sein. „Dies wird weiterhin die Kernaufgabe des künftigen Generalsekretärs sein“, so Stadlober. Mario Stecher, Sportdirektor und Geschäftsführer, ergänzt: „Die intensive und bereichernde Zusammenarbeit mit Christian wird uns fehlen, aber wir blicken optimistisch in die Zukunft.“

Scherer selbst blickt zurück auf eine „intensive und sehr bereichernde Zusammenarbeit“ mit zahlreichen engagierten Kolleginnen und Kollegen. „Gemeinsam konnten wir eine gute Basis für den weiteren Erfolg des Skisportses in Österreich schaffen“, so Scherer. Er wird den Übergang aktiv begleiten und seine Aufgaben ordnungsgemäß übergeben.

Die Abkehr Scherers ist nicht nur ein Abschied von einem erfahrenen Manager, sondern auch ein Signal für den strategischen Kurs des ÖSV. Die Zukunft des Verbandes wird maßgeblich von seiner Fähigkeit abhängen, die kommerziellen Möglichkeiten optimal zu nutzen und die Marke Ski Austria weiter zu stärken. Die Suche nach dem Richtigen beginnt – und die Skiwelt blickt gespannt.