O’sullivan: genug von langeweile? rocket plant wm-comeback!

Sheffield bebt – zumindest potenziell. Ronnie O’Sullivan, der unumstrittene König des Snookers, hat im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2026 überraschende Worte gefunden. Der 50-Jährige deutet an, dass ihm die Jagd nach dem achten Weltmeistertitel nicht mehr mit der gleichen Inbrunst erfüllt wie früher. Ein klares Signal an die Konkurrenz?

Der rocket im umbruch: weniger training, mehr genuss

Im exklusiven Interview mit Eurosport gestand O’Sullivan, dass er seine Vorbereitung grundlegend geändert habe. „Ich habe nicht so viel gespielt, weil mir eben ein bisschen langweilig wird“, erklärte er offen. Stattdessen favorisiert er nun ein Wechselspiel aus Training und Erholung, um die Freude am Spiel nicht zu verlieren. Eine ungewöhnliche Strategie für einen Spieler, der seit Jahrzehnten die Snookerwelt dominiert.

Die WM beginnt für „The Rocket“ am Dienstag um 15:30 Uhr gegen den Chinesen He Guoqiang. O’Sullivan mag seit über zwei Jahren auf einen Turniersieg warten, doch seine jüngsten Leistungen lassen auf eine wiederauflebende Form schließen. Das 153-Break gegen Ryan Day in den World Open, das nach einem Foul seines Gegners zustande kam, war ein eindrucksvoller Beweis seines Könnens – und ein Vorgeschmack auf das, was in Sheffield möglich sein könnte.

Nerven statt trainingsfleiß: o’sullivans schlüssel zum erfolg

Nerven statt trainingsfleiß: o’sullivans schlüssel zum erfolg

„Es ist eine andere Art der Vorbereitung, aber ich hoffe trotzdem, irgendwann im Laufe des Jahres in Form zu kommen und vielleicht ein oder zwei gute Ergebnisse zu erzielen“, so O’Sullivan. Er räumt ein, dass der Trainingsfleiß nicht der entscheidende Faktor ist, sondern die Fähigkeit, mit dem Druck umzugehen. „Unter dem Strich kann man so viel trainieren und sich vorbereiten, wie man will, alles richtig machen und trotzdem nicht gut abschneiden, weil man mit den großen Anlässen einfach nicht so gut umgehen kann.“, betonte der Engländer.

Dieser Aspekt macht ihn trotz seiner aktuellen Weltranglistenposition als Zwölfter zu einem ernstzunehmenden Mitfavoriten. O’Sullivan hat in seiner Karriere unzählige Male seine Nervenstärke unter Beweis gestellt – und genau diese Eigenschaft könnte ihm den Titel einbringen. Schließlich, wie er selbst sagte, „Man muss in der Lage sein, unter Druck die Nerven zu behalten, und deshalb gewinnen manche Leute die großen Turniere öfter als andere.”

Die Welt blickt gespannt auf Sheffield. Wird O’Sullivan seine Worte bestätigen und trotz seiner veränderten Herangehensweise erneut den WM-Titel erringen? Oder wird die Langeweile ihn am Ende doch noch einholen?