Österreichs wm-comeback: alaba führt, rangnick überrascht!
Nach einer schmerzlichen 26
-jährigen Wartezeit kehrt Österreich zurück auf die Weltbühne des Fußballs. Das Team von Ralf Rangnick, angeführt vom zurückgekehrten Kapitän David Alaba, steht vor der Herausforderung, in einer vermeintlich vermeidbaren Gruppe zu bestehen. Doch Rangnicks Taktik und die überraschenden Personalentscheidungen lassen auf ein ernstzunehmendes Auftreten schließen.Alaba kehrt zurück, aber nicht wie erwartet
David Alaba, der unbestrittene Star der österreichischen Nationalmannschaft, ist nach seiner Absage zur Europameisterschaft verletzungsfrei und übernimmt erneut die Kapitänsrolle. Sein jüngstes Länderspiel gegen Ghana zeigte jedoch eine überraschende taktische Neuerung: Alaba agierte als Innenverteidiger, weit entfernt von seiner angestammten Position als Linksverteidiger oder Mittelfeldspieler. Rangnick scheint fest von Alabas Vielseitigkeit überzeugt und sieht ihn im Zentrum der Abwehr am stärksten. Ob Danso, Lienhart oder gar Affengruber ihm zur Seite stehen werden, bleibt abzuwarten – Rangnicks Entscheidung wird entscheidend für die Stabilität der Mannschaft sein.
Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft verlief für Alaba holprig. Nur 29 Minuten Einsatzzeit im letzten Länderspiel lassen Zweifel aufkommen, ob er in Topform ist. Doch Rangnick machte deutlich: „Wenn Alaba fit ist, steht er in der Startelf.“

Rangnicks kontinuität und neue gesichter
Rangnick setzt im Kern auf die Spieler, die den verdienten Aufstieg in der Qualifikation ermöglichten. Namen wie Schlager, Seiwald, Sabitzer, Laimer und Baumgartner bilden das solide Rückgrat des Teams. Ergänzt wird diese erfahrene Garde durch einige neue Gesichter, darunter Carney Chukwuemeka und Paul Wanner, die im letzten Länderspiel ihre Chance erhielten. Das Mittelfeld wirkt dadurch überraschend homogen und bietet eine gute Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan.
Die Abwehr ist jedoch der größte Fragezeichen. Während Alaba als Abwehrchef erwartet wird, muss Rangnick eine passende Besetzung für die Innenverteidigerpositionen finden. Die Konkurrenz ist groß, aber die Leistungen in den letzten Spielen waren nicht immer überzeugend.

Ein harter kampf um den zweiten platz
In der Gruppe J gilt Argentinien als klarer Favorit. Für Österreich wird der Kampf um den zweiten Platz gegen Algerien oder möglicherweise eine andere Mannschaft zur echten Herausforderung. Das Gruppenspiel gegen Jordanien am Eröffnungsspieltag wird dabei richtungsweisend sein. Ein erfolgreicher Start würde den Österreichern das Selbstvertrauen für die weiteren Spiele geben und ihre Chancen auf das Weiterkommen deutlich erhöhen.
Die Reise nach Katar ist für Österreich mehr als nur ein Turnier. Sie ist die Chance, eine lange Durststrecke zu beenden und eine neue Ära im österreichischen Fußball einzuläuten. Rangnicks taktische Finesse und Alabas Führungsstärke könnten der Schlüssel zum Erfolg sein. Doch am Ende zählen nur die Ergebnisse – und die sprechen für sich: Österreich ist zurück, und das mit Ambitionen.
