Österreichische wm-vorbereitung: laimer-platzverweis und baumgartner-sorge!

Wien – Ein bitterer Nachgeschmack liegt in der Luft, nachdem die österreichische Nationalmannschaft ihre Generalprobe vor der Weltmeisterschaft gegen Tunesien zwar mit 1:0 gewonnen hat, aber mit einem Platzverweis und einer Verletzung eines Schlüsselspielers zu kämpfen hat. Ralf Rangnicks Team zeigte zwar kämpferischen Einsatz, doch die Sorgen um die WM-Chancen sind real.

Baumgartner-ausfall überschattet den sieg

Schon vor dem Anpfiff sorgte ein Schock für die österreichische Auswahl: Christoph Baumgartner, der Leistungsträger von RB Leipzig, verletzte sich beim Aufwärmen am Oberschenkel und musste kurzfristig aus der Startelf gestrichen werden. Ein herber Verlust für Rangnicks taktische Pläne, denn der Spielmacher hatte in der vergangenen Saison mit 17 Treffern und neun Vorlagen für Furore gesorgt. Die Hoffnung ruht nun auf einer schnellen Genesung, doch die Zeit drängt – bis zum ersten WM-Spiel gegen Jordanien sind es nur noch zwei Wochen.

„Wir müssen abwarten, was mit Baumi ist“, erklärte Rangnick nach dem Spiel, vorsichtig optimistisch. „Es ist ihm reingestochen bei einem Schuss aufs Tor, eher im Hüftbeuger. Wir wissen erst morgen, wie schwer die Verletzung ist. Hoffentlich nicht allzu schwer.“ Marcel Sabitzer ergänzte: „Er sagt, dass er glaubt, dass es nicht so schlimm ist. Baumi ist für unser Spiel sehr wichtig. Wir hoffen, dass alles gut wird.“

Rote karte und glücklicher sieg

Rote karte und glücklicher sieg

Das Spiel selbst verlief turbulent. Nach einem frühen Platzverweis von Konrad Laimer in der 37. Minute, der nach einem Handspiel im Strafraum vom französischen Schiedsrichter Jeremie Pignard des Feldes verwiesen wurde, schien die Aufgabe für Österreich nahezu unlösbar. Anis Ben Slimane zielte nach dem fälligen Freistoß an die Latte, während Hannibal Mejbri bereits in der ersten Halbzeit zweimal Aluminiumglück für Tunesien hatte.

Doch die österreichische Mannschaft zeigte Moral und konnte in Unterzahl die Partie gedrehen. Marcel Sabitzer brachte sein Team in der 63. Minute mit einem präzisen Schuss in Führung. Marco Friedl und Stefan Posch hatten kurz darauf die Möglichkeit, die Führung auszubauen, trafen aber ebenfalls nur die Pfosten.

Die Tatsache, dass dieses Spiel nun ungewollt die letzte Partie vor dem WM-Turnier darstellt, ist bedauerlich. Der geplante Test gegen Guatemala in Pasadena fiel kurzfristig aus, sodass Rangnicks Team nun ohne weitere Möglichkeit ins Turnier geht. Ein Risiko für die Vorbereitung, das man sich eigentlich nicht hätte zuziehen dürfen.

Für Tunesien geht es am Samstag gegen Belgien weiter, während die Österreicher am 15. Juni gegen Schweden ins Turnier einsteigen. Die Aufgabe wird nicht einfacher, doch die Mannschaft muss sich nun auf die Herausforderungen in den USA, Mexiko und Kanada konzentrieren.

Die WM steht vor der Tür, und für Österreich beginnt sie mit einem schweren Brocken: Jordanien, Argentinien und Algerien warten auf die Mannschaft von Ralf Rangnick. Ob die Sorgen um Baumgartner und die verpasste Testmöglichkeit die Vorbereitung beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen auf eine spannende, aber auch herausfordernde Weltmeisterschaft für die Alpenelf.