Österreich am abgrund: algerien-showdown entscheidet wm-schicksal
Kansas City – Der Traum vom WM-Viertelfinale liegt in Trümmern. Österreich scheiterte nach einer schwachen Vorstellunggegen Argentinien mit 0:2 und muss nun im „Endspiel“ gegen Algerien um den Einzug in die nächste Runde kämpfen. Teamchef Ralf Rangnick mahnt zur Besonnenheit, doch die Lage ist ernst.
Die messi-show und ihre folgen
Lionel Messi war der Mann des Spiels, seine zwei Treffer entschieden die Partie eindeutig zugunsten der Südamerikaner. Kapitän David Alaba räumte ein, dass der argentinische Superstar den Unterschied ausmachte. „Messi ist der beste Spieler, den es je gegeben hat“, betonte Alaba nach dem Spiel, „und das hat er heute wieder eindrucksvoll bewiesen.“ Rangnick stimmte zu: „Er braucht nur wenige Momente im Spiel, um das Spiel zu entscheiden.“

Rangnick: „blick nach vorne“ – algerien das nächste hurdle
Die Stimmung im österreichischen Lager ist gedrückt, doch Rangnick versucht, den Fokus auf das entscheidende Duell gegen Algerien zu lenken, das am Sonntag (4:00 Uhr MESZ) ansteht. „Jetzt heißt es: Blick nach vorne. Wir müssen schauen, dass wir gut regenerieren. Die Anreise ist weit, aber wir brauchen einen Punkt.“ Ein Unentschieden würde Österreich aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Algerien reichen, um als Zweiter in die nächste Runde einzuziehen. Eine Niederlage würde jedoch das vorzeitige Aus bedeuten.
Konrad Laimer, der Münchner Mittelfeldspieler, zeigte sich trotz der Niederlage optimistisch. „Wir haben einiges gut gemacht, anderes weniger gut. Jetzt regenerieren wir uns erst einmal, wollen das nächste Spiel gewinnen und schauen, was uns erwartet.“ Er ergänzte schmunzelnd: „Am Feld ist es lustig zu beobachten, wie Messi so herumsteht.“
Rangnick zeigte sich insgesamt „über weite Strecken mit dem Auftritt wirklich sehr zufrieden. Sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball haben wir es gut gemacht. Dennoch ist mehr drin gewesen. Wir können es noch besser.“ Die Leistung gegen Argentinien habe gezeigt, „wie wir Fußball spielen wollen und was wir können“.
Sollte Österreich sich tatsächlich als Zweiter für die nächste Runde qualifizieren, würde im Sechzehntelfinale am 2. Juli in Los Angeles der Sieger aus Gruppe H warten – aktuell ist dies Europameister Spanien. Doch diese Perspektive scheint im Moment noch in weiter Ferne.
Die österreichische Mannschaft steht vor einer Mammutaufgabe. Die Hoffnung ruht nun auf einem Punkt gegen Algerien, denn das Turnier könnte schon am Sonntag für das Team von David Alaba enden. Der Druck ist enorm, die Aufgabe gewaltig. Doch in der Welt des Fußballs ist alles möglich – und die österreichischen Fans dürfen sich noch nicht geschlagen geben.
