Osnabrück: meisterstimmung und rekordträume in der 3. liga!
Der VfL Osnabrück hat die Meisterschaft in der 3. Liga vorzeitigperfekt gemacht – und damit die Liga aufgemischt. Doch für die Lila-Weißen geht es sportlich zwar um wenig, dafür aber um die Chance, Sportgeschichte zu schreiben. Ein Blick auf die spannenden Entscheidungen in der Liga, die weit über die Meisterschaft hinausgehen.
Wer folgt den lila-weißen in die 2. bundesliga?
Während die Fans in Osnabrück bereits feiern, ist die Frage, wer dem VfL in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga zur Seite steht, noch offen. Energie Cottbus und der MSV Duisburg haben die besten Karten, doch die Ausgangslage ist weiterhin komplex. Der 36. Spieltag, geprägt vom spektakulären 6:1-Erfolg des VfB Stuttgart II gegen Rot-Weiss Essen, hat die Spannung noch einmal deutlich erhöht.
Ein Sieg gegen Ulm am Samstag reicht aus, um die Chance auf einen Platz unter den Top 10 der punktstärksten Drittliga-Mannschaften zu wahren. 82 Punkte sind theoretisch möglich, doch die Rekordmarken von Braunschweig und Magdeburg aus den Jahren 2010/11 und 2017/18 werden wohl nicht erreicht. Das ist, gelinde gesagt, eine nette Randnotiz, aber die eigentliche Aufgabe liegt darin, sich für die 2. Bundesliga zu qualifizieren.

Das herzschlagfinale um die aufstiegsplätze
Die Rennen um Platz zwei und drei versprechen ein dramatisches Finale. Sollte Rot-Weiss Essen am Samstag gegen den SC Verl patzen – und Verl schielt zumindest auf den vierten Platz, der die Teilnahme an der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde sichern würde – könnten Cottbus und Duisburg mit Siegen ihre Positionen festigen und die Entscheidung über den direkten Aufstieg vorzeitig herbeiführen. Dann wäre auch klar, dass der FC Hansa Rostock ausscheidet und lediglich mit Essen um den vierten Platz kämpfen würde.
Die Situation in der unteren Tabellenregion ist nicht weniger spannend. Der Abstieg ist bereits besiegelt, aber für den TSV Havelse, den SSV Ulm 1846, den FC Erzgebirge Aue und den FC Schweinfurt 05 geht es noch darum, den schlechtesten Absteiger der 3. Liga-Historie zu vermeiden. Schweinfurt, das eine bemerkenswerte Serie von vier Unentschieden hinlegen konnte, muss zumindest noch einen Punkt mehr holen, um diesen traurigen Rekord zu verhindern.
Die Liga steht also vor einem packenden Finale, in dem es um Ruhm, Ehre und den Aufstieg in höhere Spielklassen geht. Die Fans dürfen sich auf spannende Momente freuen.
