Osimhen und juventus: eine verpasste chance und der ärger mit neapel
Osimhen trifft auf turin – ein blick zurück auf eine gescheiterte romanze
Victor Osimhen, der Stürmer von Galatasaray, trifft am Dienstag im Champions League Play-off auf Juventus Turin. Für den Nigerianer ist das Spiel mehr als nur eine sportliche Herausforderung – es ist eine Begegnung mit einem Verein, der ihn beinahe verpflichtet hätte. Die Geschichte ist geprägt von verpassten Chancen und einem zunehmend frostigen Verhältnis zu seinem ehemaligen Klub, SSC Neapel.
Der wechsel, der nie stattfand
Im Sommer 2024 hätte Osimhen eigentlich zu Juventus wechseln können. Der ehemalige Juve-Direktor Cristiano Giuntoli hatte ihn kontaktiert, bevor die Verhandlungen mit Galatasaray begannen. „Er wollte mich zu Juve holen, bevor es mit Galatasaray ernst wurde. Ich sprach mit einigen Leuten im Verein, und sie zeigten Interesse“, so Osimhen im Interview mit der Gazzetta dello Sport. Doch Aurelio de Laurentiis, der Präsident von Neapel, blockierte den Transfer. „Er wollte mich nicht gehen lassen.“

Tiktok-eklat und rassistische beleidigungen
Das Verhältnis zu Neapel verschlechterte sich weiter, als der Verein ein spöttisches TikTok-Video veröffentlichte. Der Clip verspottete Osimhen für einen vergebenen Elfmeter. „Nachdem Neapel dieses Video auf TikTok gepostet hatte, war etwas zerbrochen“, erklärte der Stürmer. Er fühlte sich öffentlich gedemütigt und warf dem Verein zudem rassistische Beleidigungen vor. „Napoli hat das nur mit mir gemacht, und zwar mit bestimmten Anspielungen. Ich war Opfer rassistischer Beleidigungen und habe meine Entscheidung getroffen: Ich wollte weg.“

Vorwürfe und lügen
Nach dem TikTok-Vorfall löschte Osimhen alle Fotos im Neapel-Trikot aus seinen sozialen Medien. Der Verein versuchte angeblich, die Fans gegen ihn aufzubringen. „Sie haben die Gelegenheit genutzt, um die Fans gegen mich aufzubringen. Und dabei ist meine Tochter für mich mehr Neapolitanerin als Nigerianerin“, so der Angreifer. Zudem wurden Gerüchte gestreut, er sei zu spät zum Training gekommen und habe sich mit Teamkollegen gestritten. „Das sind alles Lügen“, widersprach Osimhen entschieden.

Ein gentleman-agreement, das gebrochen wurde
Osimhen behauptet, es habe eine mündliche Vereinbarung gegeben, dass er im Sommer 2024 den Verein verlassen dürfe. „Wir hatten ein Gentleman-Agreement, wonach ich im folgenden Sommer gehen konnte, aber die Verpflichtung wurde von der anderen Seite nicht vollständig eingehalten“, klagte er. Er fühlte sich von Neapel wie ein Spielball behandelt. „Sie versuchten, mich irgendwohin zu schicken, um zu spielen, aber sie behandelten mich wie einen Hund. Geh hierhin, geh dorthin, mach dies, mach das. Ich habe so hart gearbeitet, um meine Karriere aufzubauen, und ich konnte diese Art der Behandlung nicht akzeptieren.“

Neuanfang in istanbul
Der Wechsel zu Galatasaray war für Osimhen eine Erleichterung. „Ich habe einen Verein und eine Stadt gefunden, die ich liebe. Vielleicht war es ein Glücksfall. Sobald man in Istanbul ankommt, versteht man, warum sich jeder, der hier gespielt hat, in die Mannschaft und die Menschen verliebt hat. So etwas hatte ich noch nie erlebt“, schwärmte er. Mit Galatasaray wurde er bereits Meister und Pokalsieger und sicherte sich den Titel des Torschützenkönigs mit 26 Treffern.

Die tabellenführung
| Team | Punkte |
|---|---|
| Galatasaray | 69 |
| Fenerbahçe | 68 |
