Oscar 2026: italiens labels erobern hollywoods roten teppich

Hollywood? Für eine Nacht war es Mailand. Beim 98. Academy Awards schlichen sich nicht nur Stars über den Teppich, sondern ganze Ateliers aus Florenz, Rom und Como. Das Ergebnis: ein Catwalk, der die Modewelt auf den Kopf stellt.

Celine und gucci setzen die messlatte

Kirsten Dunst trug Celine, Paul Mescal ebenfalls. Adrien Brody hingegen setzte auf Gucci – und damit auf italienische Handwerkskunst, die seit Jahren in Los Angeles als Geheimtipp gilt. Die Kameras zuckten, die Blitzlichter explodierten. Was niemand ahnte: Hinter jedem Look stand ein Netzwerk von Schneidern, Webereien und Ledergarneuren, das seine Wurzeln tief in der Po-Ebene hat.

Mikey Madison, Teyana Taylor, Rose Byrne – alle drei entschieden sich für Seide aus Como. Die Stoffe fliegen normalerweise nach Paris, doch diese Nacht landeten sie direkt am Dolby Theatre. Leonardo DiCaprio, Pedro Pascal, Chris Evans: Drei Namen, ein gemeinsamer Nenner – Anzüge, deren Schnitt in Neapel entworfen wurde, aber in Los Angeles als „neuer Gentleman-Look“ gefeiert wurden.

Warum das für den sport zählt

Warum das für den sport zählt

Mode ist kein Nebenschauplatz, sie ist die visuelle Halbzeitpause des Abends. Wenn Labels wie Celine und Gucci auf dem roten Teppich punkten, steigt deren Aktienkurs – und damit die Budgets für Sponsoring. Tennisstadi, Segelregatten, Marathons: Dort flattern bald mehr Logos, weil ein Oscar-Gewinn die Kasse klingeln lässt. Die italienische Nationalmannschaft trägt bereits Gucci-Schuiletten, der Formel-1-Pilot vom Ferrari-Team Celine-Lederjacken. Der Circle schließt sich.

Elle Fanning, Mia Goth, Gracie Abrams – drei Generationen, ein Statement: Jugendlichkeit darf wieder opulent sein. Gwyneth Paltrow, Demi Moore, Nicole Kidman – drei Ikonen, die beweisen, dass Alter keine Frage, sondern eine Antwort ist. Sigourney Weaver, Anna Wintour, Amy Madigan: Hollywoods Machtfrauen ließen sich von jungen Designern aus Mailand einwickeln. Das Ergebnis: Silhouetten, die morgen schon in den Fitnessstudios der Welt nachgeahmt werden.

Die Nacht endete, die Bilder bleiben. Und irgendwo in einem Büro am Lago di Garda wird gerade der Vertrag für die nächste Sportmode-Kampagne unterschrieben – unterschrieben mit einem Füllfederhalter, der im letzten Jahr noch auf dem Oscar-Tisch lag. So schnell verwandelt sich Glamour in Cashflow.