O'reilly schreibt wembley-geschichte – citys youngster zerstört arsenals quadrupel-traum
Nico O'Reilly kannte vor dem Finale nur zwei Profi-Spiele, jetzt steht er mit zwei Kopfball-Toren im Goldrahmen von Wembley. Der 20-Jährige schoss Manchester City im League-Cup-Finale mit 2:0 nieder, beendete Arsenals Traum vom Quadrupel und katapultierte seine Karriere ins Rampenlicht.
Kepa-patzer wird zur zäsur
60 Minuten lang war Arsenal gefestigt, dann rutschte Kepa Arrizabalaga eine harmlose Hereingabe durch die Finger. Der Ball verlor an Tempo, O'Reilly nicht: Kopfball, 1:0, Schock. Vier Minuten später chippte Matheus Nunes in den Sechzehner, wieder war O'Reilly frei, wieder traf er per Kopf – diesmal gegen Kepas Laufrichtung. 2:0, Entscheidung. Die 90 000 Zuschauer im Wembley-Stadion erlebten den klassischen Fußball-Plot: Ein Torwartfehler, ein Youngster, der zupackt, und ein Favorit, der plötzlich wackelt.
Arsenal-Trainer Mikel Arteta reagierte, brachte Calafiori und Trossard, doch Citys Defensive stand. Calafiori köpfte aufs Tor, anschließend den Pfosten – das war’s. Die Gunners blieben ideenlos, die Statistik lügt nicht: Kein einziger Schuss on target nach der 73. Minute.

Citys saison rettet sich selbst
Für Pep Guardiola ist der Pokal mehr als Silberware. Nach dem Champions-League-Aus gegen Real Madrid und neun Punkten Rückstand auf Arsenal in der Premier League drohte die erste trockene Saison seit 2016. O'Reillys Doppelpack verhindert das. „Wir haben gezeigt, dass wir in den entscheidenden Momenten da sind“, sagte Guardiola, der den Youngster erst vor zwei Monaten aus der U21 gezogen hatte.
O'Reilly selbst stand nach Abpfiff mit der Trophäe im Arm vor der Nordkurve und lachte, als hätte er das alles schon tausend Mal durchgespielt. „Meine Familie ist hier, meine Freunde, das ist verrückt“, sagte er. „Aber wir wollen mehr. Das ist erst der Anfang.“
Arsenal muss nun zwei Wochen durchatmen, bevor es im FA-Cup-Viertelfinale gegen Brighton weitergeht. Die Quadrupel-Jagd ist beendet, der Druck steigt. City dagegen reist mit Pokal-Glanz nach Liverpool – und mit einem neuen Helden, der keine 90 Minuten Profi-Erfahrung hatte, bevor er Wembley eroberte.
