Oranje schockiert: algerien demütigt niederlande!

Rotterdam bebte am Mittwochabend – und das nicht im positiven Sinne. Die niederländische Nationalmannschaft erlitt eine unerwartete und bittere 0:1-Niederlage gegen Algerien in einem Testspiel vor heimischem Publikum. Der „De Kuip“ erlebte Szenen der Enttäuschung und Wut, als die Oranje-Fans ihre Mannschaft mit Pfiffen einagnierten.

Ein algerischer treffer, der schmerzt

Die Entscheidung fiel erst in der 86. Minute, als Anis Hadj Moussa mit einem sehenswerten Treffer für die Algerier sorgte. Ein Nagel an der Schwadron, der die zuvor bemühten Niederländer in die Knie zwang. Dabei hatten die Hausherren durchaus Chancen, insbesondere als Donyell Malen in der Anfangsphase am Aluminium scheiterte. Luca Zidane, der Sohn der französische Fußballlegende Zinédine Zidane, hielt seine Mannschaft im Kasten und verhinderte eine frühere Niederlage.

Auch Mohamed Amoura, der vom Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg geholte Stürmer, zeigte eine solide Leistung im algerischen Trikot. Die Niederlage wirft Fragen auf, insbesondere angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft.

Die zweite garde reicht nicht?

Die zweite garde reicht nicht?

Die niederländische Presse schlug Alarm. Der Leistungsabfall im zweiten Durchgang, nachdem zahlreiche Spielerwechsel vorgenommen wurden, wird als besonders besorgniserregend gewertet. Das Fehlen von Denzel Dumfries, der sich derzeit einem Medizincheck bei Real Madrid unterzieht, schmerzte merklich. „Alarmstufe eins bei der niederländischen Mannschaft, wenn Koeman bei der WM nicht über seine erste Wahl verfügen kann“, titelte „De Telegraaf“.

Die Leistung der Niederlande gegen Algerien war ein klarer Weckruf. Es zeigte sich deutlich, dass die zweite Garde noch viel Arbeit vor sich hat, um das Niveau der Stammelf zu erreichen. Die Stimmung im Team ist gedrückt, aber die Reise nach Kansas City muss angetreten werden. Dort erwartet die Oranje noch ein Testspiel gegen Usbekistan, bevor es am 14. Juli gegen Japan zur Weltmeisterschaft geht.

Ein Foto sagt mehr als tausend Worte: Cody Gakpo (rechts) und seine Kollegen wirkten gegen Algerien alles andere als selbstsicher. Die Niederlage markiert einen Tiefpunkt vor dem großen Turnier.