Olympische zukunft von bob, rodeln und skeleton ungewiss – bsd bleibt optimistisch

Olympische zukunft von bob, rodeln und skeleton ungewiss – bsd bleibt optimistisch

Die Zukunft von Bob, Rodeln und Skeleton bei den Olympischen Spielen steht möglicherweise auf dem Prüfstand. Berichte über ein mögliches Aus der Disziplinen ab 2038 sorgen für Besorgnis. Der Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) blickt der Situation jedoch zunächst gelassen entgegen.

Bsd sieht lösungen in sicht

"Wir sind optimistisch und entspannt, dass wir Lösungen anbieten können", erklärte Thomas Schwab, Vorstand des BSD, gegenüber dem SID. Die Debatte habe ihn zwar noch nicht direkt erreicht, doch man sei vorbereitet, Argumente für die Beibehaltung der Sportarten vorzubringen. Die Verantwortung dafür liege jedoch primär bei den internationalen Verbänden, so Schwab.

Ioc diskutiert zukunft der schlittensportarten

Wie der Insider Duncan Mackay in seinen "Zeus Files" berichtete, diskutiert das Internationale Olympische Komitee (IOC) im Zuge einer Neuordnung des olympischen Programms die Zukunftsfähigkeit der Schlittensportarten. Gründe dafür seien unter anderem die hohen Kosten, der Umwelteinfluss und mangelnde Nachhaltigkeit.

Kostengünstigere bahnbauten als lösung?

Schwab sieht eine mögliche Lösung in der verstärkten Entwicklung kostengünstigerer Bahnbauten im Modulbau. Eine olympiafähige Bahn könnte demnach bereits für rund 40 Millionen Euro errichtet werden – ein deutlicher Kontrast zum Neubau in Cortina d’Ampezzo, der 118 Millionen Euro kostete.

Nachhaltigkeit durch modulare bauweise

Zusätzlich könnte die modulare Bauweise es ermöglichen, Bahnen nach den Spielen abzubauen und an anderen Orten wieder aufzubauen, was die Nachhaltigkeit deutlich erhöhen würde. Weitere Innovationen sollen in der Bahnbaukommission in den kommenden Wochen diskutiert werden.

Kritische stimmen aus der athletenwelt

Max Langenhan, Rodel-Olympiasieger, äußerte sich kritisch gegenüber den Gedankenspielen des IOC. "Das IOC hat immer wilde Ideen – am Ende geht es denen irgendwie nur ums Geldverdienen", sagte der 27-Jährige im Sky-Interview. "Es ist total schade, dass der Sport dabei völlig in Vergessenheit gerät.".

Weitere aktuelle themen

Auch der Streit zwischen Francesco Friedrich und Thorsten Margis wurde von Medien aufgebauscht, wie Friedrich betonte. Die Situation sei "totaler Quatsch" und von den Medien überzeichnet worden.

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