Olympiasiegerin lin yuting darf wieder ran: gentest öffnet frauen-ring

Die 30-Jährige war zwei Jahre lang das Gesicht einer Debatte, die weit über Boxringe hinausging. Jetzt hat World Boxing grünes Licht gegeben – Lin Yuting darf wieder in Frauen-Gewichtsklassen boxen.

Asienmeisterschaft wird zum comeback-termin

Die Taiwanesin reist am 28. März nach Ulaanbaatar, zur Asienmeisterschaft. Dort will sie das erste Gold nach der Zwangspause holen. „Wir haben alle medizinischen Nachweise erbracht, dass Lin von Geburt an weiblich ist“, erklärt Taiwans Boxverband knapp. Die Untersuchung sei „umfassend und unabhängig“ gewesen.

Die Freigabe folgt auf einen zweiten Gentest, den Lin freiwillig machte. Ergebnis: Keine Hinweise auf DSD oder erhöhte Testosteronwerte. World Boxing bestätigte intern, dass keine „competitive advantage“ vorliegt – Fachjargon für: fairer Wettkampf.

Iba bleibt außen vor

Iba bleibt außen vor

2023 hatte die unter IOC-Sanktion stehende IBA die Sportlerin wegen „nicht bestandener Geschlechterprüfung“ von der WM ausgeschlossen. Das IOC ließ sie trotzdem in Paris starten und nannte die IBA-Entscheidung „willkürlich“. Heute ist die IBA kein olympischer Verband mehr – und World Boxing muss sich beweisen, dass es anders entscheidet.

Lin selbst schweigt zu Details. Ihr Management teilt nur mit: „Sie will mit Fäusten antworten, nicht mit Worten.“

Die Boxwelt schaut nun nach Mongolei. Ein Sieg dort würde nicht nur ihr Comeback besiegeln – er wäre auch ein Schlag gegen jene, die ihre Existenz im Ring infrage stellten.