Olympia-rückzug für berlin: eine million euro teuer
Olympia-rückzug für berlin: eine million euro teuer
Ein Rückzug der Bewerbung für die Olympischen Spiele würde die Stadt Berlin bis zu eine Million Euro kosten. Das geht aus einer aktuellen Kostenschätzung des Berliner Senats hervor, die im Zusammenhang mit einem potenziellen Volksbegehren gegen die Olympia-Bewerbung erstellt wurde.
Kosten durch bereits begonnene projekte
Wie die zuständige Innenverwaltung den Initiatoren des NOLympia-Volksbegehrens mitteilte, müssten bereits begonnene Projekte finanziert und abgeschlossene Verträge gekündigt werden. Dies verursacht die genannten Kosten. Darüber hinaus würde Berlin auf Milliardeninvestitionen verzichten, die mit der Ausrichtung der Spiele verbunden wären.

Senat räumt hohe gesamtkosten ein
Der Senat räumte jedoch auch ein, dass die Durchführung der Olympischen Spiele das Land zwischen einem und zehn Milliarden Euro kosten würde. Eine genauere Berechnung der Gesamtkosten liegt derzeit nicht vor. Die Unsicherheit bei den Kosten ist ein wesentlicher Punkt der Kritik an der Olympia-Bewerbung.

Nolympia kritisiert kostenschätzung
Die Kampagne NOlympia wies die Kostenschätzung des Senats als unseriös zurück. Sie argumentiert, dass der Senat versuche, die Berliner Bevölkerung davon zu überzeugen, dass ein Verzicht auf die Spiele teurer sei, als ihre Durchführung. Dies sei eine irreführende Darstellung der Tatsachen.
Volksentscheid geplant
Das Ziel des Volksbegehrens ist es, im Jahr 2027 einen Volksentscheid über die Olympia-Bewerbung in Berlin durchzuführen. Aktuelle Umfragen zeigen eine deutliche Skepsis in der Bevölkerung gegenüber den Spielen. Die Stimmungslage könnte den Ausgang des Volksentscheids maßgeblich beeinflussen.

Konkurrenz um die austragung
Berlin bewirbt sich gemeinsam mit den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein für die Austragung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird Ende dieses Jahres über den deutschen Bewerber entscheiden. Zu den potenziellen Konkurrenten zählen Hamburg, München und die Region Rhein-Ruhr.

Aktuelle berichterstattung
Die aktuelle Entwicklung um die Olympia-Bewerbung zeigt, dass die Entscheidung alles andere als einfach ist. Die finanziellen Risiken sind hoch, und die Zustimmung der Bevölkerung ist ungewiss. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Monaten entwickelt.
Quelle: rbb24
