Olympia-eishockey: wilde prügelei zwischen kanada und frankreich sorgt für aufsehen

Rückkehr der härte: eishockey-olympia erlebt hitzige auseinandersetzung

Nach 28 Jahren hat eine Faustschlacht während eines olympischen Eishockeyspiels für Schlagzeilen gesorgt. Im Duell zwischen Kanada und Frankreich flogen die Fäuste zwischen dem kanadischen Spieler Tom Wilson und dem Franzosen Pierre Crinon. Die Auseinandersetzung, die in der NHL mit einer Fünf-Minuten-Strafe geahndet würde, ist bei den Olympischen Spielen schlichtweg untersagt. Die Ursprünge des Konflikts liegen in einem früheren Zusammenprall, bei dem Crinon Wilson mit dem Ellbogen touchierte.

Der auslöser: ein zusammenstoß an der bande

Der auslöser: ein zusammenstoß an der bande

Wilson, bekannt für seine robuste Spielweise, reagierte prompt. Nachdem Crinon nach einer Zwei-Minuten-Strafe wieder aufs Eis zurückkehrte, kam es zum Kontakt. Dieser führte zu einem hitzigen Schlagabtausch, der sich schnell zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung entwickelte. Crinon hatte zuvor Wilson an die Bande gedrängt, woraufhin Wilson instinktiv reagierte – eine Reaktion, die an die Spielweise der Washington Capitals, seinem NHL-Team, erinnert.

Teamkollegen unterstützen: „so ist eishockey“

Teamkollegen unterstützen: „so ist eishockey“

Die Reaktionen der Teamkollegen waren gespalten, aber verständnisvoll. Drew Doughty meinte in der Mixed Zone: „Wenn man sich mit unseren Giganten anlegt, dann passiert das.“ Auch Jordan Binnington, der kanadische Torwart, kommentierte: „So ist Eishockey.“ Die Schiedsrichter mussten mutig eingreifen, um die beiden Kontrahenten zu trennen und verhängten letztendlich eine Disqualifikation für beide Spieler.

Kanada dominiert das spiel, frankreich droht konsequenzen

Kanada dominiert das spiel, frankreich droht konsequenzen

Trotz des Zwischenfalls gewann Kanada das Spiel deutlich mit 10:2. Das Team gilt als einer der Favoriten auf den olympischen Titel. Der französische Eishockeyverband wird die Angelegenheit jedoch nicht auf sich sitzen lassen. Obwohl die Internationale Eishockey Federation (IIHF) keine Spielsperren verhängt hat, wurde Crinon zu einer Anhörung vor dem technischen Direktor und Nationaltrainer einbestellt, um den Vorfall aufzuklären.

Crinons vergangenheit: wiederholte strafen

Der Vorfall wirft ein dunkles Licht auf die Vergangenheit von Pierre Crinon. Zu Beginn der Saison wurde er in der französischen Liga für sieben Spiele gesperrt, nachdem er den Torwart Matt O'Connor von Angers wiederholt und ohne Schutzhelm getroffen hatte, was zu einer Augenverletzung und einer blutigen Gesichtsverletzung führte. Insgesamt hat Crinon in den letzten vier Jahren bereits 19 Strafen verbüßt.

Rechtliche nachwirkungen und fan-reaktionen

Die ursprüngliche Beschwerde von O'Connor scheiterte vor Gericht, da die Gesichtsverletzung nur drei Tage andauerte. Dennoch sind viele Fans der Meinung, dass Crinon aufgrund seiner Vergangenheit nicht für Frankreich bei den Olympischen Spielen antreten sollte. Der Vorfall im Spiel gegen Kanada scheint diese Meinung zu bestätigen. Die Debatte über das Verhalten von Crinon und die Konsequenzen für seine olympische Teilnahme wird anhalten.