Olympia winterspiele mailand-cortina: enttäuschung für die italienischen biathletinnen – wierer verabschiedet sich
Enttäuschung bei den italienischen biathletinnen in antholz
Antholz (BZ) – Die italienischen Biathletinnen konnten bei der 4x6 km Staffel der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina nicht mit dem Podest mithalten. Trotz starker Einzelleistungen reichte es nur zum elften Platz, 3:54 Minuten hinter dem siegreichen französischen Team. Die Enttäuschung war groß, besonders im Hinblick auf den Abschied von Dorothea Wierer.

Vittozzi: „ich habe es wie ein training genommen“
Lisa Vittozzi, die Siegerin der Verfolgung, übernahm als Schlussläuferin das Staffelholz bei einem bereits deutlichen Rückstand von 2:46 Minuten. „Ich bin von hinten gestartet, konnte kein Wunder vollbringen. Ich habe es wie ein Training genommen“, erklärte Vittozzi nach dem Rennen. Sie absolvierte eine fehlerfreie Schießrunde im Liegen und konzentrierte sich auf die Vorbereitung auf die Massenstart am Samstag.
Wierer verabschiedet sich mit gemischten gefühlen
Für Dorothea Wierer war es der letzte Staffel-Einsatz ihrer Karriere. Sie gab zu, dass sie sich mehr von diesem Rennen erhofft hatte. „Ich hatte gehofft, wir könnten gemeinsam etwas Großartiges erreichen, aber leider hat es nicht geklappt. Ich bin es leid, die französische Hymne zu hören“, sagte Wierer. Sie fügte hinzu, dass sie noch Energie habe, sowohl mental als auch physisch, aber unsicher sei, ob sie beim Massenstart weinen oder lachen werde.
Schwierigkeiten am schießstand
Wierer hatte im Rennen mit vier Fehlern am Schießstand zu kämpfen. „Ich hatte nicht erwartet, dass es so schlecht laufen würde. Es war keine schöne Erfahrung. Ich weiß nicht, wo die Fehler lagen. Vielleicht habe ich zu viel versucht, den Rückstand aufzuholen. Ich habe gehört, wie andere bereits fertig geschossen hatten, aber ich konnte die Fehler nicht erklären, da es windstill war“, analysierte sie.
Der rennverlauf: rückstand von anfang an
Schon nach dem ersten Wechsel lag das italienische Team zurück. Hanna Auchentaller übergab an Wierer mit einem Rückstand von 31 Sekunden. Wierers Fehler am Schießstand besiegelten dann endgültig die Hoffnungen auf eine Medaille. Die italienischen Biathleten hatten in dieser Saison bereits zweimal auf dem Podium gestanden, doch Olympia schien ihnen nicht zu gelingen.
Frankreich und norwegen dominieren
Die französische Staffel sicherte sich den Sieg vor Norwegen und Schweden. Frankreich gewann damit bereits die fünfte Goldmedaille bei diesen Olympischen Spielen. Norwegen konnte sich mit Bronze zufrieden geben. Das Rennen zeigte erneut die Dominanz der beiden Nationen im Biathlon.
Ausblick auf die kommenden rennen
Am Freitag steht der Massenstart der Herren mit Giacomel, Hofer und Romanin auf dem Programm. Am Samstag wird Dorothea Wierer ihren Abschied mit dem Massenstart der Damen feiern. Vittozzi hofft, trotz der Enttäuschung in der Staffel eine gute Leistung abzuliefern.
