Olympia mailand cortina: ukrainischer eiskunstläufer trifft familie nach vier jahren wieder

Olympia mailand cortina: ukrainischer eiskunstläufer trifft familie nach vier jahren wieder

Vadym Kolesnik, ein ukrainischer Eiskunstläufer, der für die USA startet, erlebt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 ein emotionales Wiedersehen mit seiner Familie. Vier lange Jahre hatte er große Teile seiner Liebsten aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine nicht sehen können. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne ist es nun möglich, dass zwei Familienmitglieder ihn unterstützen.

Die lange trennung und der krieg in charkiw

Seit vier Jahren fallen russische Bomben auf Charkiw, die Heimatstadt von Kolesnik. Die Luftangriffe zerstören die Infrastruktur und das Geschäft seines Vaters, Igor, das Beleuchtungsgeschäft. Sein Bruder, Igor, dient in der ukrainischen Armee, ständig in Gefahr durch Drohnen. "Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit", so Kolesnik, der nun in Mailand um Medaillen kämpft. Die Reise in seine Heimat ist ihm aufgrund des Krieges verwehrt.

Das freudige wiedersehen in mailand

Das freudige wiedersehen in mailand

Am Samstag konnte Kolesnik endlich Snezhana und Irina, zwei seiner Verwandten, in Norditalien begrüßen. Sie werden ihn während der Olympischen Spiele begleiten. Der Weg zu Olympia war lang und beschwerlich, aber das Wiedersehen gibt ihm zusätzliche Kraft. "Ich bin einfach so dankbar. Ohne die Hilfe aller wären sie nicht hier", betonte er.

Die crowdfunding-kampagne als schlüssel zum erfolg

Die crowdfunding-kampagne als schlüssel zum erfolg

Das Wiedersehen wurde durch eine Crowdfunding-Kampagne ermöglicht, die Kolesnik gemeinsam mit seiner Eiskunstlaufpartnerin Emilea Zingas ins Leben gerufen hatte. Das Ziel von 25.000 US-Dollar wurde weit übertroffen. "So viel hätten wir nie erwartet", sagte Zingas. Die gesammelten Mittel ermöglichten die Reise der Familie.

Ein langer weg zur us-staatsbürgerschaft

Ein langer weg zur us-staatsbürgerschaft

Vadym Kolesnik kam 2016 in die USA, um bei dem renommierten Trainer Igor Shpilband vorzusprechen. Die Einwanderung war jedoch nicht einfach. Nach einer Rückkehr in die Ukraine wurde ihm zunächst die Wiedereinreise verweigert. Erst nach Erhalt eines Langzeitvisums konnte er in den USA trainieren. Seine Mutter schloss sich ihm vor drei Jahren an. Im vergangenen Sommer erhielt er die US-Staatsbürgerschaft, was sein Leben erheblich erleichterte.

Sport als flucht und psychologische unterstützung

Sport als flucht und psychologische unterstützung

Neben dem Training arbeitet Kolesnik in einer Eishalle in der Nähe von Detroit/Michigan. Er hat gelernt, die Ereignisse in der Ukraine zu verarbeiten, indem er sich auf seinen Sport und seine Arbeit konzentriert. Mit Hilfe eines Sportpsychologen hat er Strategien entwickelt, um die Belastung zu bewältigen. "Ich muss rausgehen, meine Geschichte erzählen, mich auf meine Arbeit konzentrieren. Und was auch immer außerhalb des Eislaufens passiert, bleibt außerhalb.", erklärt er.

Die sorge um die familie in der ukraine

Emilea Zingas betont, dass der Krieg eine ständige Belastung für Kolesnik darstellt. Er erhält täglich Nachrichten und Videos über Freunde, die sterben oder verletzt werden. Dies ist eine immense psychische Belastung. Seine Mutter blieb in Michigan, da die Rückreise in die USA aufgrund möglicher Einreisebeschränkungen als zu riskant eingeschätzt wurde.

Die hoffnung auf eine zukunft in den usa

Kolesnik hat ein inniges Verhältnis zu seinen Eltern. Sein Vater unterstützte seinen Traum vom Eiskunstlaufen immer, während seine Mutter anfangs skeptisch war. Er hofft auf eine Green Card für seine Mutter, damit sie dauerhaft in den Vereinigten Staaten leben kann. Die Olympischen Spiele sind für ihn die Chance, seinen Traum zu leben und seiner Familie Hoffnung zu geben.