Olympia in mailand: greenpeace protestiert gegen eni-sponsoring
Demonstration vor dem mailänder dom
Mailand – Kurz vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ist es zu einer eindrücklichen Protestaktion gekommen. Greenpeace-Aktivisten platzierten eine mit schwarzem Öl überzogene Installation der olympischen Ringe direkt vor dem Mailänder Dom. Damit wollen sie auf das umstrittene Sponsoring der Spiele durch den EnergiekonzernEni aufmerksam machen.

Forderung nach ausschluss von umweltverschmutzern
Die Demonstranten forderten mit Bannern und Sprechchören den Ausschluss von Unternehmen, die die Umwelt verschmutzen, aus dem olympischen Umfeld. Der zentrale Slogan lautete: “Kick polluters out of the Games”. Die Aktivisten argumentieren, dass Partnerschaften wie die mit Eni ein falsches Signal senden und von den tatsächlichen Umweltschäden ablenken.

Eni trägt zur schneeschmelze bei
Greenpeace Italienkritisiert, dass das Sponsoring von Eni “keineswegs unschuldig” sei. Vielmehr diene es dazu, “uns vergessen zu lassen, welchen Schaden diese Unternehmen dem Planeten zufügen”. Besonders brisant: Der Konzern trage durch seine Emissionen maßgeblich zur Schneeschmelze bei, die die Durchführung von Wintersportveranstaltungen langfristig gefährdet.
Klimawandel bedroht wintersport
Der Klimawandel stellt eine wachsende Bedrohung für den Wintersport dar. Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Zahl potenzieller Austragungsorte für zukünftige Winterspiele deutlich sinkt. In Cortina d'Ampezzo, das bereits 1956 Austragungsort war, sind die Temperaturen im Februar seitdem um 3,6 Grad Celsius gestiegen (Quelle: Climate Central).
Druck auf das ioc wächst
Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht zunehmend unter Druck. Eine Petition mit 21.000 Unterschriften, die ein Ende von Sponsorings durch fossile Energieunternehmen fordert, wurde dem IOC überreicht. IOC-Präsidentin Kirsty Coventry bestätigte Gespräche mit den Initiatoren und kündigte an, dass Verbesserungen angestrebt werden, dies aber Zeit in Anspruch nehmen werde.
Ioc prüft terminverschiebung
Das IOC arbeitet bereits an möglichen Anpassungen. Eine Arbeitsgruppe prüft unter anderem die Verlegung der Winterspiele vom Februar in den Januar, um die Wahrscheinlichkeit für winterliche Bedingungen zu erhöhen. Die Situation verdeutlicht die Notwendigkeit, nachhaltige Lösungen für die Zukunft des Wintersports zu finden.
Hintergrund: die rolle der sponsoren
Das Sponsoring der Olympischen Spiele durch Unternehmen wie Eni ist seit Langem umstritten. Kritiker bemängeln, dass es dem Image der Spiele schadet und die Glaubwürdigkeit der Nachhaltigkeitsbemühungen untergräbt. Die Proteste in Mailand sind ein Zeichen dafür, dass der Druck auf das IOC und die Sponsoren weiter zunimmt.
