Olympia in italien: rebensburg und rösch über verstreute spiele und deutsche medaillenhoffnungen

Olympia in italien: rebensburg und rösch über verstreute spiele und deutsche medaillenhoffnungen

Die Olympischen Winterspiele starten am Freitag in Mailand und Cortina d'Ampezzo sowie an fünf weiteren Orten in Norditalien. Im Gespräch mit TSV Pelkum Sportwelt blicken Viktoria Rebensburg und Michael "Ebs" Rösch auf die ungewöhnliche Austragungsform und die Chancen der deutschen Athleten in Ski Alpin und Biathlon.

Rückkehr als experten

Sowohl Rebensburg als auch Rösch kehren als TV-Experten zu den Olympischen Spielen zurück. Michael Rösch feierte vor genau 20 Jahren mit der deutschen Biathlon-Staffel in Turin seinen größten Erfolg. Viktoria Rebensburg gewann 2010 in Vancouver Gold im Riesenslalom und 2014 in Sotschi Bronze. Nun analysieren sie für Eurosport die Wettkämpfe.

Verstreute wettkampforte – ein ungewöhnliches konzept

Verstreute wettkampforte – ein ungewöhnliches konzept

Die Distanzen zwischen den einzelnen Austragungsorten sind beträchtlich. Zwischen Antholz (Biathlon) und Cortina d'Ampezzo (Ski Alpin Damen) liegen beispielsweise gut eine Stunde Autofahrt. Die Männer im Ski Alpin müssen sogar dreieinhalb Stunden nach Bormio reisen. Rösch äußert sich skeptisch, ob in den einzelnen Orten ein echtes olympisches Flair aufkommen kann, sieht aber in Antholz eine Art „coole Weltmeisterschaft mit Ringen“.

Erinnerungen an frühere spiele

Erinnerungen an frühere spiele

Viktoria Rebensburg betont, dass die Atmosphäre in Pyeongchang und Sotschi im Vergleich zu traditionellen Wintersportorten wie Cortina gefehlt habe. Die fehlende Historie und die geringe Begeisterung der Bevölkerung seien spürbar gewesen. Sie freut sich darauf, dass die Spiele nun wieder in den europäischen Alpen stattfinden. Rösch erinnert sich an die bescheidenen Verhältnisse in Turin 2006, wo die deutsche Biathlon-Mannschaft in einer „abgeranzten Scheune“ wohnte.

Deutsche medaillenhoffnungen im ski alpin

Deutsche medaillenhoffnungen im ski alpin

Im Ski Alpin sieht Rebensburg bei Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann gute Chancen auf Medaillen. Aicher gewann in Tarvisio den Super-G, Weidle-Winkelmann stand in der Abfahrt auf dem Podest. Rebensburg ist überzeugt, dass Weidle-Winkelmann in Cortina ihre Lockerheit wiederfinden und an ihre WM-Silbermedaille von 2021 anknüpfen kann. Bei den Männern sieht sie Linus Straßer als potenziellen Überraschungsmann.

Biathlon – chancen und herausforderungen

Biathlon – chancen und herausforderungen

Im Biathlon sind die Chancen der deutschen Frauen auf Medaillen realistischer als bei den Männern. Rösch traut Philipp Nawrath eine Überraschung zu, insbesondere an seinem Geburtstag am 13. Februar. Er betont jedoch, dass die deutsche Biathlon-Mannschaft im Vergleich zu früheren Zeiten nicht mehr die gleiche Dominanz ausstrahlt. Franziska Preuß, trotz einer schwierigen Saison, könne aber noch einmal für Furore sorgen.

Sicherheit im skirensport

Sicherheit im skirensport

Rebensburg spricht die Diskussion um die Sicherheit im Skirensport an. Sie betont, dass es keine einfache Lösung gibt, da die Athleten immer versuchen, die Grenzen auszuloten. Die FIS bemühe sich, die Pistenbedingungen zu verbessern, aber eine hundertprozentige Sicherheit sei nicht gewährleistet. Rösch ergänzt, dass die Wettkämpfer auch das Risiko bewusst eingehen.

Ausblick und vorfreude

Sowohl Rebensburg als auch Rösch freuen sich auf die kommenden Olympischen Winterspiele in Italien. Rösch plant, mit seinem alten Fiat Panda 4x4 durch die Alpen zu fahren und die Atmosphäre vor Ort zu genießen. Rebensburg blickt gespannt auf das sportliche Geschehen und hofft auf Erfolge für das deutsche Team.

DisziplinDeutsche Medaillenhoffnungen
Ski Alpin DamenEmma Aicher, Kira Weidle-Winkelmann
Ski Alpin HerrenLinus Straßer
Biathlon DamenFranziska Preuß, Denise Herrmann-Wick
Biathlon HerrenPhilipp Nawrath