Olise unantastbar: fc bayern hält sich an ribéry-prinzip von 2009

München – Ein Transfer, der die Fußballwelt in Atem halten würde: Michael Olise, der Shootingstar des FC Bayern, könnte auf dem Papier eine Rekordablöse einbringen. Doch bei Karl-Heinz Rummenigge, Aufsichtsratsmitglied des deutschen Rekordmeisters, stoßen solche Gedankenspiele auf eine unnachgiebige Wand. Der Verkauf des Franzosen kommt ausgeschlossen – und das hat tiefe Wurzeln in der Vereinsgeschichte.

Ein ungeschriebenes gesetz, geboren aus einer fast vollendeten verkaufsaffäre

Ein ungeschriebenes gesetz, geboren aus einer fast vollendeten verkaufsaffäre

Die Geschichte reicht zurück ins Jahr 2009, als der FC Chelsea ein „unglaubliches Angebot“ für Franck Ribéry auf den Tisch legte. Ein Angebot, das damals einen neuen Transfer-Weltrekord dargestellt hätte. Rummenigge erinnert sich: „Wir haben zwei Stunden darüber diskutiert, was wir mit diesem Angebot machen sollten.“ Die Entscheidung, die damals getroffen wurde, ist bis heute bindend: „Wir verkaufen keinen Spieler, den wir sportlich vermissen würden.“

Ein Prinzip, das Olise schützt: Bei Michael Olise steht dieser Maßstab außer Frage. Der 22-Jährige hat sich seit seinem Wechsel im Sommer 2024 rasch zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Bayern-Offensive entwickelt und begeistert die Fans mit seiner spielerischen Eleganz. „Er ist ein wunderbarer Spieler“, schwärmt Rummenigge. „Ein guter Typ, der auf dem Platz fast zaubert.“

Die Bindung zwischen Olise und dem FC Bayern ist zudem durch einen langfristigen Vertrag bis 2029 untermauert. Dies macht eine Verhandlung über ihn nahezu ausgeschlossen. Eine Ablösesumme, die den FC Bayern dazu bringen würde, ihn ziehen zu lassen, existiert schlichtweg nicht.

Die Ära Ribéry und Robben, die den FC Bayern über Jahre prägte, ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie dieses Prinzip funktioniert hat. Der Verzicht auf hohe Gewinne zugunsten sportlicher Nachhaltigkeit zahlte sich aus. Und mit Michael Olise scheint der FC Bayern bereit zu sein, diesen Weg konsequent fortzusetzen. Die Verantwortlichen wissen: Manchmal ist der Wert eines Spielers unbezahlbar – und liegt weit über dem, was auf dem Transfermarkt geboten wird.