Old-firm-brawl: celtic-fans stürmen platz, rangers-horden schlagen zurück

Ibrox Park, 8. März 2026, 18:25 Uhr – ein Pokal-Viertelfinale wird zur Schlacht. Celtic gewinnt 4:2 im Elfmeterschießen, danach explodiert Gewalt. Jubelnde Celtic-Anhänger sprengen die Absperrung, stürmen den Rasen – und laufen in eine Falle. Hunderte Rangers-Fans warten auf dem Feld, Pyrotechnik fliegt, Raketen zischen, Fäuste fliegen. Die Polizei braucht Minuten, um die Fronten zu trennen. Das erste „Old Firm“ mit großem Auswärtsblock seit Jahren endet im Bild des Tages: verletzte Ordner, brennende Bengalos, ein Stadion unter Schock.

Warum dieses derby wieder fans im visier hat

Warum dieses derby wieder fans im visier hat

Seit Jahren spielten Celtic und Rangers vor leeren Rängen oder mit reduziertem Auswärtskontingent. Gewalteskalationen – Steine gegen Mannschaftsbusse, Messerstechereien in der City – führten zu drastischen Sicherheitsbeschlüssen. Erst 2025 lockerte die Scottish FA das Auswärtsverbot, 3000 Tickets für Celtic-Fans waren genehmigt. Die Bilanz nach 90 Minuten plus Verlängerung: 17 Festnahmen, vier Schwerverletzte, ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung.

Lo que nadie cuenta: Die Rangers-Ultras hatten sich in sozialen Netzwerken tagelang organisiert, Stichwort „Green Invasion stoppen“. Videos zeigen, wie Gruppen mit Kapuzen vor dem Spiel noch einmal die Choreografie übten – nicht für Gesänge, sondern für koordinierte Sprünge auf den Platz.

Die Zahl, die alles aufrollt: 1,3 Millionen Pfrikken Schaden im Stadion, 400 000 davon allein durch zerstörte Sitzschalen und ein Loch im Rasen, das ein bengalischer Feuerfisch verursachte. Die Scottish Premier League droht mit Punktabzug, die Polizei mit Stadionverbotslisten von bis zu zehn Jahren.

Celtic-Trainer Brendan Rodgers spricht von „einem Fußballfest, das von Idioten geraubt wurde“. Rangers-Coach Philippe Clement wirft den Sicherheitskräften „Planlosigkeit“ vor. Beide Klubs kündigen interne Lebenslang-Sperren für identifizierte Randalierer an.

Die nächste Runde im Pokal steht bereits fest: Celtic trifft auf Aberdeen. Die Frage ist nicht, ob es wieder knallt, sondern ob die Schotten bereit sind, das traditionelle Derby endlich zu entgiften. Die Antwort liefert die Statistik: seit 2012 fünf Platzstürme, 78 Verletzte, null Meisterschaften, die durch Fanstrafen entschieden wurden. Die Tabelle lügt nicht – und sie fordert diesmal ein Stadionverbot für Auswärtsblocks bis Saisonende. Die Scottish FA tagt am Freitag. Es wird teuer, es wird hässlich, und es wird niemanden überraschen.