Okoroji rettet st. gallen: last-minute-tor im wankdorf!
Ein Schuss ins Glück, ein Tor der Hoffnung – und drei immens wichtige Punkte für den FC St.Gallen. Chima Okoroji, der Mann des gestrigen Abends, bescherte den Espen mit einem fulminanten Freistosstor in der Nachspielzeit einen 2:1-Sieg gegen die BSC Young Boys. Ein Sieg, der mehr als nur drei Zähler wert ist: Er beflügelt die Europa-Ambitionen und lässt den Blick voller Zuversicht auf den anstehenden Cup-Final richten.
Die dramatik des wankdorf-stadions
Die Luft im Wankdorf war zum Schneiden dick, als die zweite Minute der Nachspielzeit anzeigte. Ein intensives Spiel neigte sich dem Ende zu, und die Spannung war förmlich greifbar. Dann kam Okoroji: Mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck überwand der 29-jährige Linksverteidiger den Young-Boys-Keeper Marvin Keller und entfachte einen Ausbruch der Freude im mitgereisten St.Galler Anhang. Ein Geniestreich, der den FCSG einen Schritt näher zum internationalen Geschäft bringt.
„Ich habe schon ein bisschen Selbstvertrauen bei Freistössen“, gestand Okoroji sichtlich erleichtert nach dem Spiel. Seine Treffsicherheit hatte er bereits kürzlich beim Sieg gegen Basel bewiesen, doch in Bern war der Moment noch spezieller. „Ich habe mir gedacht: Ja, das ist jetzt vielleicht unsere letzte Chance. Ich bin volles Risiko gegangen.“

Thun patzt, st. gallen nutzt die chance
Während der späte Sieg der Espen dem FC Thun die vorzeitige Meisterschaft versüßte, spielte dies für Okoroji keine Rolle. „Wir schauen auf uns“, betonte er. Zwar würdigte er die Leistung der Thuner, doch die Prioritäten in St.Gallen liegen klar: Platz drei in der Super League und ein erfolgreicher Abschluss des Cup-Finales.

Doppelbelastung ohne risiko: liga und cup im fokus
Trotz des wichtigen Sieges warnt Okoroji davor, die Konzentration zu verlieren. Neben dem Kampf um die internationalen Ränge wartet der Cup-Final. „Nee, gar nicht. Wir haben in beiden Wettbewerben die Chance, international zu spielen“, erklärte der Verteidiger. Die Gefahr, dass die Spannung vor dem großen Finale abfällt, sieht er nicht. „Wir wollen beides ernst nehmen und scharf bleiben.“ Der Sieg in Bern diente dabei als perfekter Gradmesser, um die Form für das Finale zu überprüfen.
Mit Okoroji in dieser Form scheint der FC St.Gallen für die entscheidenden Wochen der Saison bestens gerüstet zu sein. Sein linker Fuß könnte zum entscheidenden Faktor werden – sowohl im Kampf um die Europa-League-Qualifikation als auch beim Traum vom Cupsieg. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob die Espen diesen Schwung mitnehmen und ihre ambitionierten Ziele erreichen können.
