Oilers-enttäuschung: stanley-cup-traum platzt früh!
Edmonton – Die Edmonton Oilers sind raus! Nach einer verkrampften Saison und großen Erwartungen scheitern die Oilers bereits in der ersten Runde der NHL-Playoffs an den Anaheim Ducks. Ein bitteres Ende für ein Team, das so vielversprechend begonnen hatte, aber am Ende an sich selbst scheiterte.
Die konstanz fehlte – und die defensive auch
Kapitän Connor McDavid fasste die Misere treffend zusammen: „Wir waren das ganze Jahr über ein durchschnittliches Team. Ein durchschnittliches Team mit hohen Erwartungen – da wird man enttäuscht.“ Und er hat Recht. Die Oilers präsentierten sich in den Playoffs als eine unorganisierte und instabile Truppe, die selbst gegen ein Team, das seit sieben Jahren nicht mehr in der Postseason vertreten war, das Nachsehen hatte. Die Ducks, angetrieben von einem unbändigen Willen, nutzten die defensiven Schwächen der Oilers gnadenlos aus.
Schon während der regulären Saison deuteten viele Anzeichen auf eine angespannte Situation hin. Es dauerte über 30 Spiele, bis die Oilers überhaupt einen Playoff-Platz sicherstellten – dank einer schwachen Division. Die 93 Punkte am Ende der Saison mögen auf dem Papier gut aussehen, reichten aber in jeder anderen Division nicht für die direkte Qualifikation gewesen. Das Edmonton Journal schrieb unmissverständlich: „All das, was sie sieben Monate lang nachts wach gehalten hatte, wurde am Donnerstagabend wahr.“
Ein Teufelskreis der Enttäuschung
Für die Oilers ist es bereits die siebte Playoff-Niederlage in Serie – ein ungewohntes Szenario für ein Team, das in den letzten beiden Jahren noch um den Stanley Cup gekämpft hatte, wenn auch erfolglos. Die Florida Panthers waren damals einfach zu stark. Doch dieses frühe Aus fühlt sich anders an, bitterer, weil es das Gefühl erweckt, dass die Oilers ihre Chance verpasst haben.
Offensiv konnten das kongeniale Duo Draisaitl (drei Tore, sieben Assists) und McDavid (ein Tor, fünf Assists) zwar immer wieder Akzente setzen, doch ihre Leistung reichte nicht aus, um die katastrophalen Defensivleistungen wettzumachen. Der deutsche Stürmer, der von einer Verletzung geplagt war, blieb laut Edmonton Journal „unter seinen überragenden Möglichkeiten“. McDavid, der in der regulären Saison den Titel des wertvollsten Spielers gewann, konnte seine herausragende Form nicht in die Playoffs übertragen.

Die zeit drängt: was nun für draisaitl und mcdavid?
Die Frage, die nun in Edmonton brennt: Wie lange bleibt dieses Star-Duo noch zusammen? Die Oilers warten seit 1990 auf einen Stanley-Cup-Titel, und die Zeit läuft ab. Draisaitl ist bis 2033 an den Verein gebunden, McDavid nur noch bis 2028. Die Gerüchteküche brodelt bereits, und es wird spekuliert, ob McDavid sich nach der nächsten Saison nach anderen Möglichkeiten umsehen könnte, wenn die Oilers weiterhin an ihren Problemen scheitern.
Das Edmonton Journal verglich das Duell mit Anaheim treffend mit dem Kampf „eines hungrigen Nachwuchsboxers gegen einen alternden Veteranen mit großem Namen.“ Ein Bild, das die aktuelle Situation der Oilers nur allzu gut widerspiegelt. Ob sich die „zerrüttete Mannschaft“ (Edmonton Journal) zusammenraufen und erneut angreifen kann, oder ob ein umfassender Umbruch notwendig ist, um endlich den lang ersehnten Titel zu holen, bleibt abzuwarten.
Draisaitl, der stets seine Verbundenheit zu Edmonton betont hat, deutete bei Sport1-Nachfrage zur möglichen Teilnahme an der Eishockey-WM an: „Das weiß ich jetzt noch nicht. Mit meinem Knie, meiner Verletzung…“ Eine Antwort, die mehr Fragen aufwirft als sie beantwortet. Die Zukunft der Oilers ist ungewiss, aber eines ist klar: Nach diesem frühen Aus wird in Edmonton mit Nachdruck an einer besseren Zukunft gearbeitet.
