Nwsl und nwslpa schließen sich globalem projekt zur verletzungsprävention an
Ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft des Frauenfußballs in den USA: Die NWSL und ihre Spielervereinigung NWSLPA steigen in das Projekt ACL ein, eine globale Initiative zur Reduzierung von Kreuzbandrissverletzungen. Damit schließen sich zwei der weltweit wichtigsten Frauenfußballligen einem Forschungsverbund an, der darauf abzielt, die Ursachen dieser oft verheerenden Verletzungen besser zu verstehen und zu bekämpfen.

Fokus auf die spielerin: ein neuer ansatz
Das Projekt ACL, das ursprünglich in der englischen Women's Super League (WSL) ins Leben gerufen wurde, verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Es geht nicht nur um die körperlichen Aspekte von Kreuzbandrissverletzungen, sondern auch um das professionelle Umfeld, in dem die Spielerinnen trainieren, spielen und sich erholen. Dabei werden Faktoren wie Trainingsbelastung, Reisezeiten und die sogenannte „kritische Zone“ – Spiele mit weniger als fünf Tagen Erholungszeit – genau analysiert. Die Zusammenarbeit mit FIFPRO, Nike und der University of Leeds Beckett soll zu datenbasierten Empfehlungen für den gesamten Fußball führen.
Die Häufigkeit von Kreuzbandrissverletzungen ist bei Frauen mehr als doppelt so hoch wie bei Männern, und etwa zwei Drittel dieser Verletzungen im Frauenfußball treten ohne direkten Kontakt auf. Trotzdem gibt es nur wenig Wissen darüber, wie diese Verletzungen effektiv reduziert werden können. Lediglich 8 % der Sportwissenschaftsforschung konzentrieren sich auf Frauen, und ein Großteil dieser Forschung basiert auf Amateurspielerinnen.
Die bisherigen Untersuchungen im Rahmen des Projekts, unterstützt durch die englische Spielervereinigung PFA, haben bereits wertvolle Erkenntnisse geliefert. Umfragen bei allen 12 WSL-Clubs ergaben Informationen über verfügbare Ressourcen und Präventionsstrategien. Interviews mit über 30 Spielerinnen lieferten persönliche Einblicke in ihre Erfahrungen. Die Datenanalyse wird die Grundlage für gezielte Maßnahmen zur Minimierung des Verletzungsrisikos bilden.
Sarah Gregorius, Vizepräsidentin für Sportangelegenheiten der NWSL, betonte die Bedeutung des Projekts: „Die Gesundheit und Leistungsfähigkeit unserer Spielerinnen sind von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unserer Liga. Die Teilnahme am Projekt ACL ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit der Spielerinnen zu verbessern und ihnen die bestmögliche Unterstützung zu bieten.“
Dr. Stacey Emmonds von der University of Leeds Beckett fügte hinzu: „Wir freuen uns darauf, unsere Forschung im Rahmen des Projekts ACL fortzusetzen und evidenzbasierte Praktiken in der NWSL zu fördern.“
Die Integration der NWSL und NWSLPA in das Projekt ACL markiert einen Wendepunkt im Kampf gegen Kreuzbandrissverletzungen im Frauenfußball. Es ist ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und sichereren Zukunft für die Spielerinnen.
