Jódar und landaluce: spaniens neue tennis-hoffnungen erobern madrid

Madrid bebt! Mit dem Ausfall von Carlos Alcaraz lastet ein immenser Druck auf die Schultern der spanischen Tennis-Youngster Rafa Jódar und Martín Landaluce. Während die Augen des Publikums in der Caja Mágica sehnsüchtig auf ein Wunder hoffen, entpuppen sich diese beiden Talente zu den unerwarteten Stars des Mutua Madrid Open.

Ein duell der generationen: rivalität und motivation

Die Karrierepfade von Jódar und Landaluce verliefen schon in jungen Jahren parallel, geprägt von hitzigen Duellen im Club de Tenis Chamartín. „Ich erinnere mich nicht genau an unser erstes Treffen, wir waren ja noch sehr klein. Wir haben gemeinsam Jugendturniere, Mannschaftsmeisterschaften und Madrider Meisterschaften bestritten – wir verbrachten viel Zeit zusammen“, blickt Jódar zurück. Anfangs hatte Landaluce die Nase vorn, doch Jódar kämpfte sich zurück und entwickelte sich zu einem beeindruckenden Konkurrenten. „Ich gewann öfter, dann zog ich mich ab und wurde besser. Jetzt macht Rafa einen unglaublichen Sprung nach vorne – das motiviert mich enorm. Es ist eine gesunde kleine Rivalität. Er ist ein hervorragendes Beispiel für junge Spieler, dass man sich nicht hetzen muss.“

Beide Spieler haben inzwischen ihre Spuren in der Tenniswelt hinterlassen. Martín Landaluce krönte sich 2022 zum Champion der US Open Jugend, und nur zwei Jahre später folgte Jódar. Ihre Wege kreuzten sich im Dezember bei den Next Gen Finals in Jeddah, wo Jódar die Oberhand behielt. Nach dem Miami Open schaffte Jódar schließlich den Sprung unter die Top 100, und Landaluce folgte ihm prompt am Montag.

Die Zahlen sprechen für sich: Jódar und Landaluce rangieren aktuell als Nummern 78 und 79 der spanischen Rangliste – Dani Mérida bildet das Trio der Top 100. Diese Woche genießen sie ihre bisher besten Weltranglistenpositionen.

Heimaturlaub statt hotelaufenthalt

Heimaturlaub statt hotelaufenthalt

Während die meisten Teilnehmer des Masters 1000 in den zentral gelegenen Hotels der NH-Kette Quartier beziehen, bevorzugen Jódar und Landaluce die Gemütlichkeit ihrer eigenen vier Wände. Ein Zeichen dafür, wie wichtig ihnen der Bezug zu ihrer Heimat ist.

Die väterliche unterstützung im rücken

Die väterliche unterstützung im rücken

Der Erfolg von Jódar und Landaluce ist untrennbar mit dem Engagement ihrer Väter, Rafa und Alejandro, verbunden. Beide unterstützen ihre Söhne auf ihrem Weg zum Erfolg. Im Fall von Jódar ist es sogar eine direkte Betreuung, denn sein Vater ist sein Trainer und baut ein professionelles Team um sich herum auf. Landaluce hingegen profitiert von der Expertise von Óscar Burrieza und Esteban Carril, während seine Schwester Alejandra als Agentin fungiert – eine Rolle, die sie auch bereits für Carlos Alcaraz übernommen hat.

Die neuen giganten des spanischen tennis

Die neuen giganten des spanischen tennis

Mit ihren Körpergrößen von 1,93 Metern (Landaluce) und 1,91 Metern (Jódar) gehören Jódar und Landaluce zu den größten Spielern im spanischen Tennis. Ein bemerkenswerter Vergleich: Alcaraz misst lediglich 1,83 Meter, Davidovich 1,80 Meter. Die Körpergröße könnte ein entscheidender Faktor bei ihrem zukünftigen Erfolg sein.

Die beiden jungen Madrilenen werden von der Organisatoren des Turniers eingeladen und treffen im ersten Spiel auf Jesper de Jong und Adam Walton. Die Zukunft des spanischen Tennissports liegt in ihren Händen - die ersten Schritte sind bereits getan.