Núñez: traum in saudi-arabien zerbricht – rettung in sicht?
Darwin Núñez, der Uruguayer Stürmer, scheint in Saudi-Arabien eine unerwartete Krise zu erleben. Nur wenige Monate nach seinem Wechsel zu Al Hilal, der mit großen Erwartungen verbunden war, kämpft er mit Verletzungen, Bankplatz und nun auch mit einer enttäuschenden Leistung bei der Weltmeisterschaft. Die Frage ist: Kann er sich noch zurückkämpfen oder droht ihm ein endgültiger Absturz?
Die saudische liga: keine befreiung, sondern ein albtraum
Der Wechsel von Liverpool nach Al Hilal schien für Núñez eine Chance zur Erholung und einer Neuauferstehung seiner Karriere zu sein. Doch die Realität sieht anders aus. Ein Problem mit dem Knie setzte ihn für einen Monat außer Gefecht, und obwohl er sieben Tore in der Hinrunde erzielte, wurde er aufgrund der Ausländerregelung in der saudischen Liga von Trainer Simone Inzaghi aus dem Kader für die Champions League gestrichen – zugunsten von Karim Benzema. Diese Entscheidung wirft ein schlechtes Licht auf das Engagement des uruguayischen Nationalstürmers.
Die Zahlen lügen nicht: Nur zwei Einsätze in der Champions League seit Januar sprechen eine deutliche Sprache. Und auch bei seinem Nationalmannschaftsdebüt bei der WM gegen Saudi-Arabien konnte er nicht überzeugen. Er wirkte uninspiriert und fand kaum Anschluss zum Spiel.

Bielsa setzt auf viñas, núñez auf der bank
Trainer Marcelo Bielsa entschied sich im ersten Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien für eine Doppelspitze aus Fede Viñas und Núñez. Doch der Uruguayer fand kaum statt – lediglich sieben Ballaktionen, zwei gewonnene von fünf Luftduellen und eine einzige Chance im späten Spielverlauf. Als Uruguay im zweiten Durchgang die Notwendigkeit eines Umbruchs spürte, wurde Núñez für Canobbio geopfert, ein klares Zeichen der Enttäuschung.
Viñas hingegen war ein ständiger Unruhestifter für die saudische Abwehr. Sein Kopfball, der zu Maxi Araújo's Ausgleichstor führte, unterstreicht seine Bedeutung für das Team, während Núñez weiterhin auf seine Chance wartet. Bielsa räumte ein: „Das Spiel hat sich verändert, aber ich weiß nicht, ob das an den Wechseln lag oder an anderen Faktoren.“

Die schatten der vergangenheit
Es ist bezeichnend, dass Núñez nun schon seit zwei Jahren auf ein Tor für die Nationalmannschaft warten muss – sein letzter Treffer datiert von der Copa América 2021 gegen Bolivien. Für einen Spieler, der als Nachfolger von Suárez und Cavani gehandelt wurde, ist dies eine alarmierende Entwicklung. Die Erwartungen waren hoch, die Realität ist frustrierend.
Ob Núñez diese Durststrecke überwinden und sich in Saudi-Arabien und bei der Weltmeisterschaft rehabilitieren kann, bleibt abzuwarten. Die Aufgabe ist klar: Er muss seine Form finden und beweisen, dass er noch zu Höchstleistungen fähig ist. Ansonsten droht ihm ein erneuter Tiefpunkt in seiner Karriere.
Die kommenden Spiele gegen Cabo Verde werden entscheidend sein. Ob Bielsa ihm eine weitere Chance gibt oder ihn auf die Bank setzt, wird zeigen, wie sehr der Trainer an ihm glaubt. Eines ist jedoch sicher: Darwin Núñez muss sich noch einmal alles erarbeiten, um aus seinem saudischen Albtraum zu erwachen.
