Spanien versagt: 0:0 gegen kap verde – chancenvergeudung im wm-qualifikationsspiel!
Dortmund – Ein frustrierendes Bild bot die spanische Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag im Signal Iduna Park. Gegen Kap Verde trennten sich die Teams mit einem müden 0:0. Die Roten versäumten eine reelle Chance, sich vorzeitig für die WM 2026 zu qualifizieren. Die Dominanz im Ballbesitz spiegelte sich in den Statistiken wider, doch die fehlende Durchschlagskraft im Angriff war bitter. Ein Sieg wäre heute schon möglich gewesen, stattdessen muss nun weitergekämpft werden.
Die daten lügen nicht: chancen ohne ende
Die Fakten sind eindeutig: Spanien kontrollierte das Spielgeschehen über weite Teile. 426 Ballaktionen im letzten Drittel und 144 gelungene Durchbrüche zeugen von dem Bemühen, die gegnerische Abwehr zu knacken. Luis de la Fuente und sein Team versuchten alles, doch der erlösende Treffer wollte einfach nicht fallen. Die erwarteten Tore, berechnet auf 2,26, lassen tief in der spanischen Seele nachdenken – was wäre, wenn?
Besonders auffällig war die Strategie, die Hintermannschaft der Kap Verdeer zu attackieren. 189 Anspiele hinter die Abwehrlinie zeigten den klaren Plan, die Räume zu nutzen, die durch die tiefstehende Defensive entstanden. Marcos Llorente (14), Ferran Torres (30) und insbesondere Marc Cucurella (45) führten diese Vorstöße an, doch die kapverdische Abwehr stand meist sicher.

Das zentrum versagt: 30 flanken ohne erfolg
Ein Großteil des spanischen Angriffsspiels konzentrierte sich auf hohe Bälle in den Strafraum. 30 Flanken wurden geschlagen, von denen lediglich vier ihr Ziel fanden – eine erschreckende Quote von nur 13 Prozent. Pedri und Lamine Yamal (jeweils fünf) sowie Cucurella (vier) waren die treibenden Kräfte bei den Vorlagen, doch die Abwehr von Kap Verde stand sicher. Vozinha, der Mann des Spiels, parierte mit Bravour und hielt seinen Kasten sauber.
Die kapverdische Taktik war glasklar: sich hinten einmauern, den Raum kompakt halten und auf Konterchancen hoffen. Und das funktionierte erstaunlich gut. 60 Prozent der Spielzeit verbrachten die Kap Verdeer in ihrem eigenen Strafraum, eine beeindruckende Disziplin und taktische Reife.

Schwächen im abschluss und standardsituationen
Auch bei Standardsituationen zeigte sich Spanien schwach. Elf Ecken wurden ausgeführt, neun direkt in den Strafraum geschlagen, aber ohne Erfolg. Laporte, Rodri und Ferran Torres vergaben reihenweise Kopfballchancen. Es ist ein Muster, das sich immer wiederholt und die Frage aufwirft, ob die Taktik wirklich optimal ist.

Physische überlegenheit, fehlender erfolg
Die Daten bestätigen zwar die körperliche Überlegenheit Spaniens: 115,5 Kilometer zurückgelegt im Vergleich zu 112,4 Kilometern bei Kap Verde. Auch in Sachen Sprintgeschwindigkeit waren die Roten überlegen. Doch am Ende zählt nur das Ergebnis, und dieses war enttäuschend. Marcos Llorente war mit 32,6 km/h der schnellste Spanier, während Livramento und Lopes auf der gegnerischen Seite etwas schneller waren.
Die Partie gegen Kap Verde zeigt deutlich, dass Spanien zwar über die technischen Fähigkeiten verfügt, aber an der Durchschlagskraft im Angriff arbeiten muss. Manchmal reicht Dominanz nicht aus – es braucht auch den nötigen Quäntchen Glück und die Fähigkeit, auch gegen tiefstehende Gegner Tore zu erzielen. Die nächste Aufgabe wird zeigen, ob die Mannschaft aus dieser Erfahrung gelernt hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Spanier ihre Taktik anpassen können, um auch künftig erfolgreich zu sein.
