Nuggets holen sieg: murray trumpft auf, edwards kämpft

Denver hat den ersten Schlager gegen Minnesota in einer kämpferischen Partie gewonnen. Die Nuggets setzten sich am Ende mit 116:105 durch, wobei die Leistung von Jamal Murray und die Tiefe des Kaders entscheidend waren. Nikola Jokic war zwar nicht in Topform, doch die Bank übernahm, als es darauf ankam.

Die murray-rache an den timberwolves

Vor zwei Jahren schieden die Nuggets überraschend gegen Minnesota aus den Playoffs aus – ein Kapitel, das eng mit dem Namen Jamal Murray verbunden ist. Damals präsentierte sich der Guard in seiner schwächsten Playoff-Serie. Nun aber zeigte Murray, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat. Trotz einer ineffizienten Leistung von 7/22 aus dem Feld und 0/8 von der Dreierlinie, holte er sich 16 Freiwürfe und verwandelte alle. Seine 30 Punkte waren ein wichtiger Faktor, besonders in Phasen, in denen Jokic auf der Bank saß.

Trainer Chris Finch der Timberwolves war sichtlich frustriert: „Für mich ist das nicht nachvollziehbar“, kommentierte er Murrays hohe Anzahl an Freiwürfen. Die Timberwolves kamen selbst nur 19 Mal an die Linie, was auf Denver einen gewissen Vorteil verschaffte. Es war nicht nur die Anzahl der Freiwürfe, sondern auch die Art und Weise, wie Murray sich im Spiel verteilte, die die Wolves vor Probleme stellte. Die Abwesenheit von Nickeil Alexander-Walker machte sich bei Minnesota deutlich bemerkbar.

Edwards

Edwards' knieprobleme bremsen die timberwolves

Anthony Edwards, der normalerweise eine Konstante für Minnesota darstellt, zeigte heute deutliche Anzeichen von Knieproblemen. Seine Leistung mit 22 Punkten (7/19 FG) und sieben Assists war deutlich unter seinen üblichen Standards. Der schnelle, explosive erste Schritt, der Edwards so gefährlich macht, fehlte ihm merklich. Ein Beispiel dafür war Mitte des vierten Viertels, als er eine klare Möglichkeit zum Defensiv-Rebound verpasste. „Er hat über die Jahre immer mit Verletzungen gespielt“, räumte Finch ein, „aber diesmal wirkt es, als ob es sein Spiel durchaus beeinflussen würde.“

Jokic

Jokic's triple-double reicht nicht ganz

Nikola Jokic lieferte mit 25 Punkten, 13 Rebounds und elf Assists ein weiteres Triple-Double, aber seine Leistung entsprach nicht ganz seinem gewohnten Niveau. In der ersten Halbzeit hielt sich der Serbe hauptsächlich am Perimeter auf und produzierte fünf Turnover. Erst nach der Pause fand er besser in sein Spiel hinein und zog die Nuggets etwas davon. Die Minuten ohne Jokic waren überraschend stark, wobei Bruce Brown und Tim Hardaway Jr. wichtige Punkte erzielten. Obwohl die Nuggets mit zehn Punkten hinten lagen, brach die Offense nicht zusammen, sondern generierte in fünf Minuten 16 Punkte und gewann an Momentum.

Fazit: Die Nuggets haben den ersten Sieg eingefahren, aber die Serie verspricht spannend zu werden. Die Knieprobleme von Anthony Edwards könnten für Minnesota zum entscheidenden Faktor werden. Die Timberwolves müssen eine Lösung finden, um Murrays Durchbrüche zu unterbinden und Edwards wieder in Form zu bringen, wenn sie die Serie umdrehen wollen.