Nowitzki in die fiba hall of fame aufgenommen: eine karriere huldigt dem deutschen basketball-gott
Berlin tobte am Dienstagabend
– nicht vor Begeisterung über ein Fußballerfolg, sondern für einen Mann, der mit einem Lederball Legendenstatus erlangte: Dirk Nowitzki. Deutschlands Basketball-Ikone wurde feierlich in die Hall of Fame der FIBA aufgenommen, ein längst überfälliger Akt der Anerkennung für eine Karriere, die den deutschen Sport nachhaltig geprägt hat.
Der zweite deutsche nach schrempf: nowitzkis bleibender einfluss
Neben sieben weiteren Basketball-Größen aus aller Welt fand Nowitzki seinen Platz in der Ruhmeshalle. Damit reiht er sich nach Detlef Schrempf ein, dem einzigen anderen Deutschen in dieser illustren Schar. Die Zeremonie in Berlin war ein Fest für den Sport, ein Beweis für Nowitzkis unermesslichen Beitrag.
Nowitzki selbst wirkte sichtlich gerührt, als er in seiner Dankesrede die Bühne betrat. Ein kurzzeitiges Versagen des Teleprompters ließ ihn kurz improvisieren und dankte vom Handy ab – ein menschlicher Moment, der seine Bodenständigkeit unterstreicht. Besonders hervorhob er die Unterstützung seiner Eltern, Jörg-Werner und Helga, die ihm stets den Rücken freihielten. „Ihr wart die besten Eltern, die man sich vorstellen kann“, sagte er mit leiser Stimme, die für tosenden Applaus sorgte.
Ingo Weiss, Präsident des Deutschen Basketball Bundes (DBB), ließ keine Zweifel daran, dass Nowitzki weit mehr ist als nur ein exzellenter Sportler. „Dirk ist ein Leuchtturm im Basketball“, erklärte Weiss und betonte Nowitzkis sportliche Erfolge, seine Bescheidenheit und seine Freundschaft. Es ist eine Würdigung, die weit über die sportlichen Leistungen hinausgeht.
Die Liste der Geehrten umfasste weitere Basketball-Legenden wie Sue Bird (USA), Celine Dumerc (Frankreich), Hidayet Türkoglu (Türkei), Clarisse Machanguana (Mosambik), Wang Zhizhi (China) und Ismenia Pauchard (Chile/posthum) sowie den Trainer Ludwik Mietta-Mikolajewicz (Polen). Doch der Abend gehörte zweifellos Dirk Nowitzki.
Seine Erfolge mit der deutschen Nationalmannschaft – Bronze bei der WM 2002 und Silber bei der EM 2005, jeweils verbunden mit der Auszeichnung zum wertvollsten Spieler (MVP) – sind unvergessen. Und auch seine Karriere bei den Dallas Mavericks, kulminierend in dem sensationellen NBA-Titel 2011, wird in den Annalen des Basketballs für immer einen besonderen Platz einnehmen. Sein Abschied von der aktiven Karriere 2019 markierte das Ende einer Ära.
Nowitzki wurde bereits 2023 in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame in den USA aufgenommen, was diesen historischen Abend in Berlin noch unterstreicht. Die FIBA-Auszeichnung ist ein weiterer Beweis für seine außergewöhnliche Karriere und seinen nachhaltigen Einfluss auf den Basketballsport weltweit.
