Nordderby-thriller: werder bangt um schlüsselspieler!
Bremen steht vor dem Duell gegen den HSV unter keinem guten Stern. Personalsorgen und die bittere Realität der Tabelle lasten schwer auf der Werder-Elf, während die Hamburger mit neuem Selbstvertrauen anreisen. Kann Thioune seine Mannschaft trotz aller Widrigkeiten auf den Siegkurs bringen?
Werder am limit: friedl fehlt, stage fraglich
Die Vorbereitung auf das Nordderby verlief für Werder alles andere als reibungslos. Nicht nur die allgemeine Brisanz des Spiels liegt in der Luft, sondern auch die Sorge um wichtige Stammkräfte. Kapitän Marco Friedl wird nach seiner roten Karte gegen Köln fehlen – ein herber Verlust für die Abwehr. Auch der Einsatz von Mittelfeldmotor Jens Stage ist ungewiss. Er plagt sich mit muskulären Problemen im Oberschenkel und muss im Abschlusstraining erst einmal zeigen, ob er fit genug ist. „Das Risiko war am vergangenen Wochenende zu groß. Jetzt ist es so, dass Jens ins Abschlusstraining zurückkehrt. Danach treffen wir die finale Entscheidung“, so Trainer Daniel Thioune.
Die Personalsituation ist angesichts des Kampfes gegen den Abstieg alles andere als ideal. Neben Friedl und Stage fehlen dem Team auch noch Julian Malatini, Mitchell Weiser, Keke Topp, Wesley Adeh und Karl Hein verletzungsbedingt. Eine echte Durststrecke für die Bremer.

Hsv mit hoffnung auf vuskovic: polzin bleibt optimistisch
Auch beim HSV gibt es Fragezeichen. Vor allem die Fitness von Innenverteidiger Luka Vuskovic beschäftigt die Verantwortlichen. Der Youngster konnte in dieser Woche aufgrund seiner Knieprellung nicht mit dem Team trainieren. HSV-Coach Merlin Polzin gibt sich aber dennoch vorsichtig optimistisch: „Wir werden bis zur Abfahrt nach Bremen alles geben, damit er mit dabei ist. Wegen der Bedeutung des Spiels werden wir ein etwas höheres Risiko eingehen, aber es nicht ohne Sinn und Vername machen.“ Albert Sambi Lokonga kämpft ebenfalls mit Oberschenkelbeschwerden, während Jean-Luc Dompé definitiv ausfällt.

Taktische kniffe und fan-support: werder setzt auf leidenschaft
Werder wird sich im Derby vor allem auf eine stabile Defensive konzentrieren. „Wenn wir den Ball verloren haben, geht es nicht darum, wer den Fehler gemacht hat – sondern darum, dass wir mit allem, was wir haben, auch in die Defensivarbeit gehen“, erklärte Thioune. Die Fans sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Für das Spiel ist eine spektakuläre Choreografie geplant, um die Mannschaft anzufeuern. Thioune ist überzeugt: „Ich weiß, dass dieses Stadion nur darauf wartet, entzündet zu werden. Die Jungs müssen einfach brennen.“
Die Polizei geht bei dem Hochrisikospiel von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen aus und wird das Stadion rund um die Uhr bewachen. Die Kosten für die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen werden voraussichtlich auf Werder umgelegt. Ein teurer Sieg, sollte er denn gelingen.
Die Spannung vor dem Nordderby ist kaum zu übertreffen. Beide Teams sind in einer schwierigen Situation und benötigen dringend Punkte. Wer am Samstag im Weser-Stadion die Oberhand behält, wird sich eine wichtige Position im Abstiegskampf sichern. Doch eines ist klar: Werder muss heute mehr als nur kämpfen – Werder muss brennen!
