Nordderby-showdown: werder bangt, braucht fan-feuer!

Bremen steht vor einem Nervenkrimi. Im Kampf gegen den Abstieg muss Werder Bremen am Samstag gegen den Hamburger SV punkten – und das mit der geballten Unterstützung der eigenen Anhänger. Trainer Daniel Thioune mahnt: Das Weserstadion muss zur Festung werden, wenn die Grün-Weißen ihre Ambitionen im Nordderby (15:30 Uhr, Sky) ernst nehmen wollen.

Die anspannung im trainingslager ist spürbar

Die anspannung im trainingslager ist spürbar

„Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Ich weiß, dass dieses Stadion nur darauf wartet, entzündet zu werden“, betonte Thioune am Donnerstag. „Ich glaube, dieses Stadion wird am Samstag leicht entflammbar sein. Und wir sind diejenigen, die es dann halt auch anzünden müssen.“ Die Fans haben sich eine spezielle Choreografie ausgedacht, um die Mannschaft zusätzlich zu befeuern. Ein Zeichen, das die Spieler spüren sollen.

Die Situation ist ernst: Werder hat in den letzten vier Spielen drei Partien verloren und der Vorsprung auf den Relegationsplatz von St. Pauli beträgt lediglich drei Punkte. Die Uhr tickt für die Werderaner. Thioune muss zudem auf seinen verletzten Kapitän Marco Friedl verzichten. Ein herber Verlust für die Abwehrreihe.

Es gibt jedoch auch Hoffnung: Jens Stage, der im Oberschenkel verletzt ist, könnte trotz seiner muskulären Probleme doch noch zum Einsatz kommen. „Wir arbeiten hart daran, ihn fit zu bekommen“, erklärte Thioune. „Er ist ein wichtiger Spieler für uns.“

Die Worte des Trainers sind eindeutig: „Die Jungs müssen einfach brennen! Wenn wir mit einem Mehr spielen, dann haben wir in der letzten Zeit gezeigt, dass wir erfolgreich sein können.“ Das Nordderby ist mehr als nur ein Spiel – es ist ein Sechs-Punkte-Spiel, das über Werder Bremens Zukunft in der Bundesliga entscheiden könnte. Der Druck ist enorm, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Die Fans werden alles geben, um ihre Mannschaft zum Sieg zu führen. Ob es reicht, wird sich am Samstag zeigen. Eines ist jedoch sicher: Es wird ein Fußballfest – oder ein gebrochenes Herz – für einen der beiden Vereine geben.