Nnamdi collins knallt alle zweikämpfe weg – und lacht über premier-league-lügen

Nnamdi Collins spielt sich gerade mit Muskelkraft in die Köpfe der Bundesliga. 89 % gewonnene Duelle gegen Heidenheim, 34,8 km/h Spitzentempo, null Tore in den letzten vier Spielen – das ist kein Zufall, sondern ein Plan namens Albert Riera.

Der 22-Jährige war jahrelang der Mann für Schrecksekunden: ein falscher Pass, ein abprallender Ball, ein Grinsen, das sich anhörte wie ein Stöhnen. Dann kam der Spanier und ließ die Eintracht-Defensive Mann gegen Mann laufen. Collins‘ Reaktion: „Wir stehen jetzt viel enger am Gegner, das ist ein riesiger Unterschied.“ Die Zahlen sprechen dieselbe Sprache: Seit Riera die Zügel übernahm, kassierte Frankfurt nur noch vier Gegentore – vorher waren es 21.

Wechselgerüchte? „ich muss immer ein bisschen schmunzeln“

Wechselgerüchte? „ich muss immer ein bisschen schmunzeln“

Die englische Presse schreibt seit Tagen über ein Sommer-Abenteuer in der Premier League, Berater Moussa Sissoko soll schon Kontakte pflegen. Collins reagiert gelassen: „Was ihr in den Medien lest, sehe auch ich zum ersten Mal.“ Der Kraftprotz schwärmt zwar von Liverpool, doch der Fokus liegt auf Mainz 05 und auf der Tabelle, in der Frankfurt nach oben schielt. Kein Wunder: Bei einem Verkauf winkt der Klubkasse eine Summe jenseits der 20-Millionen-Marke.

Intern ist man sich einig – egal, ob Koch, Theate oder Kristensen fehlen, Collins bleibt gesetzt. Am Sonntag in Mainz fehlt Koch gelb-rot-gesperrt. Lösung A: Riera schiebt den tief stehenden Sechser Skhiri in die Innenverteidigung. Lösung B: Elias Baum rückt nach rechts, Collins rutscht ins Zentrum zu Amenda. Die Wette der Woche: Skhiri bleibt vorne, Baum hinten – Collins behält seine Außenbahn und weiter die Premier-League-Scouts auf den Rängen.

Die Ironie: Vor zwei Jahren schmiss Nagelsmann ihn nach 45 Minuten raus, seither kein DFB-Länderspiel mehr. Jetzt poliert er sich selbst den nächsten Kontrakt – und wenn er weitermacht wie zuletzt, wird es nicht die letzte titelträchtige Geschichte sein, die seinen Namen trägt.