Nmecha-poker: bayern schaltet zu, englands ruf wird lauter

Felix Nmecha, einst noch belächelt, ist zum Schlüsselspieler im Dortmunder Mittelfeld avanciert. Doch sein Aufstieg bleibt nicht unbemerkt – plötzlich tanzen Europas Schwergewichte um den Nationalspieler. Während der BVB fest mit ihm plant, deutet alles auf einen heißen Sommer hin.

Die bayern-nachfrage: ein überraschendes signal

Die Gerüchte, dass der FC Bayern sich um Felix Nmecha erkundigt, sind keine reine Fantasie. Sportvorstand Max Eberl soll bereits Kontakt zur Spielerseite aufgenommen haben und den 25-Jährigen als „äußerst spannenden Kandidaten“ einstufen. Ein direkter Wechsel scheint zwar unwahrscheinlich, doch das Interesse der Münchner zeigt deutlich, welch hohes Ansehen Nmecha genießt. Die Frage ist: Kann Dortmund dem Sog widerstehen, sollte Bayern ernst machen?

Der englische Premier-League-Bonus

Doch Bayern ist nicht der einzige, der Nmechas Talent erkannt hat. Manchester City, Manchester United und Liverpool sowie Real Madrid verfolgen seine Entwicklung aufmerksam. Und hier kommt ein entscheidender Faktor ins Spiel: Die Premier-League-Regel für sogenannte „homegrown player“. Nmecha, der in der Jugend bei City ausgebildet wurde, erfüllt diese Kriterien und ist für englische Klubs daher besonders wertvoll. Die Notwendigkeit, mindestens acht „homegrown players“ im Kader zu haben, treibt die Nachfrage nach Spielern wie Nmecha in die Höhe – und schürt den Marktwert.

Ein Deal in England könnte für Dortmund lukrativer sein als ein Transfer nach München. Denn die Premier League-Klubs sind bekannt für ihre hohe Zahlungsbereitschaft. Die Personalvorgaben des BVB, die auf rund 268 Millionen Euro pro Jahr an Personalkosten laufen, zwingen den Verein zu regelmäßigen Transfererlösen – ein Beispiel hierfür war der Verkauf von Jude Bellingham für rund 127 Millionen Euro.

Die ausstiegsklausel und dortmunds plan

Die ausstiegsklausel und dortmunds plan

Nmecha verlängerte erst im März seinen Vertrag bis 2030, eingebettet in diesen Vertrag befindet sich eine Ausstiegsklausel, die allerdings erst ab Sommer 2027 greift. Dann könnte er für rund 80 Millionen Euro wechseln. 2028 sinkt die Summe auf etwa 70 Millionen Euro. Aktuell existiert keine feste Ablösesumme, was Dortmunds Verhandlungsposition stärkt. Der Verein plant klar mit Nmecha und will ihn nicht verkaufen – es sei denn, ein Angebot in Höhe von über 100 Millionen Euro landet auf dem Tisch.

Nmecha selbst scheint sich einem Wechsel nicht grundsätzlich zu verschließen. Er hat das Ziel, sich auf höchstem internationalen Niveau zu beweisen. Nach einer schweren Außenbandverletzung im Ligaspiel gegen den HSV und der damit verbundenen Bangen um seine WM-Teilnahme, bewies er mit einem intensiven Trainingscamp in Portugal, dass er zu Höchstleistungen fähig ist – unterstützt von erfahrenen Physiotherapeuten wie Malte Gosch.

Die Konkurrenz um Felix Nmecha wird sich weiter zuspitzen. Dortmund muss sich auf einen heißen Transfer-Sommer einstellen – in dem der Wert des jungen Nationalspielers möglicherweise noch einmal explodiert.