Nilsen warnt inter vor bodo/glimt: „unterschätze sie nicht!“,
- Ehemaliger milan-verteidiger nilsen analysiert die gefahr aus norwegen
- Erinnerungen an mailand: ein tor im derby und ein unglücklicher moment
- Capello und die ernährung: eine herausforderung für den jungen nilsen
- Warum nilsen den fußball verließ und jetzt im high-tech-bereich arbeitet
- Bodo/glimt: eine familie aus dem norden
- Der schlüssel zum erfolg: teamgeist und ein starker trainer
- Hauge und die parallelen zu nilsen
- Bodo/glimt: ein vergleich mit dem italienischen fußball
- Kann inter das ruder noch herumreißen?
Ehemaliger milan-verteidiger nilsen analysiert die gefahr aus norwegen
Steinar Nilsen, 53, der ehemalige Verteidiger des AC Mailand, warnt Inter Mailand eindringlich vor der Unterschätzung von Bodo/Glimt. In einem Interview mit der Gazzetta dello Sport betonte der norwegische Fußballprofi, dass ein leichtfertiger Umgang mit dem Gegner zu einer bösen Überraschung führen könnte. „Wenn ihr sie unterschätzt, seid ihr verloren, nicht nur zu Hause…“, so Nilsen, der 1997 als erster norwegischer Spieler zum AC Mailand kam.

Erinnerungen an mailand: ein tor im derby und ein unglücklicher moment
Nilsen erinnert sich lebhaft an seine Zeit bei Milan, insbesondere an ein besonderes Ereignis: „Das Tor per Freistoß im Coppa Italia Derby am 8. Januar 1998. Wir gewannen 5:0. Aber lustig war etwas anderes: An diesem Tag habe ich mir das Meniskusband durch ein Foul von Ronaldo gerissen. Ich war einer der wenigen, vielleicht der Einzige, der sich durch ein Foul des Phänomens verletzt hat.“

Capello und die ernährung: eine herausforderung für den jungen nilsen
Fabio Capello, der damalige Trainer des AC Mailand, forderte Nilsen sofort heraus. „Er setzte mich sofort auf Diät. Ich war 25 Jahre alt, kam von der norwegischen Liga und sprach kein Italienisch. ‚Du musst abnehmen, sonst spielst du nicht!‘, sagte er. Ich erinnere mich noch an seine Wutausbrüche. Einmal bekam ich eine Standpauke, weil ich im Training immer auf den kurzen Pfosten flankte. Er wollte, dass ich den Ball auf Kluiverts Kopf serviere. Ich verstand kein Wort Italienisch, konnte es nicht wissen.“

Warum nilsen den fußball verließ und jetzt im high-tech-bereich arbeitet
Nach seiner Zeit als
Trainer entschied sich Nilsen für einen neuen Karriereweg. „Ich war eine Weile Trainer und es hat mir Spaß gemacht. Ich war stolz darauf, Tromsø, den Verein meiner Heimatstadt, trainiert zu haben. Aber am Ende habe ich einen anderen Weg eingeschlagen und bin glücklich damit. Ich sage nicht, dass ich nicht wieder in den Fußball zurückkehren würde, ganz im Gegenteil, aber im Moment fühle ich mich wohl so.“
Bodo/glimt: eine familie aus dem norden
Über Bodo/Glimt sagt Nilsen: „Man darf sie nicht unterschätzen, auch nicht auswärts. Sie haben dieses Jahr bereits Atlético Madrid geschlagen. Es ist klar, dass sie im Aspmyra Stadion, wie wir gesehen haben, einen zusätzlichen Vorteil haben. Der Ball rollt schneller, das Feld ist kleiner und natürlich beeinflusst das Klima. Auch in Norwegen, wo die Mannschaften daran gewöhnt sind, verlässt man diesen Ort selten als Sieger.“
Der schlüssel zum erfolg: teamgeist und ein starker trainer
„Ich würde sagen, die Einheit, die Gruppe, das spielerische Selbstvertrauen und der Wunsch, zu zeigen, wie stark sie sind, sind entscheidend. Vor einigen Jahren waren sie noch wie jeder andere Verein, jetzt sind sie der wichtigste Verein des Landes. Bodo/Glimt ist eine kleine Familie, die gemeinsam, Schritt für Schritt, gewachsen ist. Sie leben von Transfergewinnen und einer starken Jugendarbeit, die durch hervorragendes Scouting gefördert wird. Und dann ist da noch Knutsen, ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Ohne ihn wäre Bodo/Glimt wahrscheinlich nicht so weit gekommen.“
Hauge und die parallelen zu nilsen
Hauge, der ebenfalls vom AC Mailand kam, erzielte bereits im Hinspiel ein Tor. „In gewisser Weise habe ich mich in ihm wiedergefunden. Ich kam von Tromsø, er von Bodo/Glimt, zwei blonde Jungs, die im Eis und in der Arktis aufgewachsen sind. Er ist der talentierteste Spieler, aber, wie ich bereits sagte, ist das Geheimnis das gesamte Team. Er, Berg, Fet, Hogh, Bjorkan. Sie sind stark, weil sie zusammenhalten.“
Bodo/glimt: ein vergleich mit dem italienischen fußball
Auf die Frage, mit welchem italienischen Verein Bodo/Glimt vergleichbar sei, antwortete Nilsen: „Vielleicht mit Sassuolo, einer soliden Gesellschaft, die in der Lage ist, eine Familie zu schaffen. So wie es in Bodo/Glimt der Fall ist.“
Kann inter das ruder noch herumreißen?
„Ich antworte so: 90 Minuten in San Siro sind sehr lang. Wie im Bernabeu…“
