Nico o'reilly schockt arsenal mit doppelpack und rettet guardiolas city
Wembley hat einen neuen Helden. 18 Monate nach seinem Debüt für Manchester City schrieb Nico O'Reilly am Sonntagabend Geschichte. Der 21-jährige Außenbahnspieler der Citizens erzielte innerhalb von vier Minuten beide Tore beim 2:0-Sieg über Arsenal im Ligapokalfinale – und stoppte damit die Negativserie von Trainer Pep Guardiola.
Die kantersiege sind vorbei, die titelmaschine läuft trotzdem
Die Sky Blues kamen als krasser Außenseiter ins Endspiel. Neun Punkte Rückstand in der Premier League, raus in der Champions League, die Saison drohte zu kippen. Arsenal hingegen tobt durch die Liga, ist Viertelfinalist im Europacup und galt klar als Favorit. Doch Fußball schreibt seine eigenen Drehbücher – und dieses endete mit einem Kantersieg der ganz anderen Art.
Die Gunners begannen druckvoll. Kai Havertz und Bukayo Saka scheiterten innerhalb von 120 Sekunden dreimal an James Trafford, dem Ersatztorwart, der Guardiola für diese Partie zwischen die Pfosten stellte. Danach schaltete City einen Gang herunter, kontrollierte ohne zu glänzen. Erling Haaland vergab die größte Chance vor der Pause, doch die echte Wende folgte nach dem Seitenwechsel.
Minute 63: Cherki flankt von rechts, Kepa Arrizabalaga verliert den Ball im Fünfmeterraum, O'Reilly schiebt aus fünf Metern ein. Minute 67: Matheus Nunes chippt in den Rückraum, wieder O'Reilly, wieder mit dem Kopf – 0:2. Der Youngster, der in der Jugend noch als Box-to-Box-Mittelfeldspieler galt, avancierte zum Matchwinner vom Flügel. Sein Torquotient: 13 Treffer in 47 Pflichtspielen. Zahlen, die selbst Offensivprofis neidisch machen.

Guardiolas 40. titel – und die frage, wie lange er weitermacht
Die neunte Ligapokal-Trophäe für Manchester City bedeutet zugleich die 19. Auszeichnung für Guardiola seit 2016 in England. Die 40. Trophäe seiner Trainerkarriere. Doch der Spanier wirkte nach dem Schlusspfiff nicht erleichtert, sondern wie einer, der weiß, dass diese Saison nur mit Pokalsiegen zu retten ist. Die Premier League scheint verloren, die Champions League bereits verpasst. Bleibt die Frage: Ist dieses Finale ein Neuanfang – oder das letzte große Fest vor dem Umbruch?
Arsenal-Coach Mikel Arteta muss die nächsten Tage durchstehen. Zwei Lattenkracher durch Riccardo Calafiori und Gabriel Jesus untermauerten die Drangphase seiner Mannschaft, doch Tore verhindern eben keine Titel. Die Gunners verpassen die erste Chance auf Silber dieses Jahres. Die Königsklasse und die Meisterschaft bleiben, doch der Druck steigt. Denn wer ein Finale gegen einen vermeintlich angeschlagenen Gegner verschenkt, muss sich Fragen gefallen lassen.
Der Pokal wird in diesem Sommer in den Regalen des Etihad Stadium einziehen. Graviert ist bereits ein Name: Nico O'Reilly. Die Legende von Wembley 2026. Und vielleicht der erste Akt eines neuen Stadtrivalen, der in den nächsten Jahren über England hinaus für Schlagzeilen sorgt.
