Nfl-draft 2026: cardinals schockieren, jaguars überraschen – frankes noten!
Der NFL-Draft 2026 ist Geschichte, und mit ihm ein Wochenende voller Überraschungen, Trades und Hoffnungen. Während die Cardinals und Rams in der ersten Runde für Aufsehen sorgten, präsentierten die Jaguars ein verwirrendes Bild. Adrian Franke hat alle 32 Draft-Klassen unter die Lupe genommen und seine exklusiven Draft Grades bei kicker.de veröffentlicht. Doch was bedeuten diese Noten wirklich?
Die ravens: solide basis für die zukunft
Die Baltimore Ravens haben einen Draft hingelegt, der ihre typische Strategie widerspiegelt: Physis, Stabilität und das Anstreben einer starken Line. Mit Olaivavega Ioane im Guard haben sie eine Baustelle geschlossen, die in der letzten Saison zu groß war. Ioane ist ein sicherer Griff, ein sofortiger Starter und bringt die nötige Power mit, um Laufspielzügen neue Räume zu eröffnen. Zion Young ergänzt die Defensive Line perfekt neben Hendrickson und Green und wird vor allem gegen den Lauf und als aggressiver Rusher zum Tragen kommen. Die Wahl von Ja'Kobi Lane in der dritten Runde als Catch-Point-Receiver ist ebenfalls schlau, um die Receiving-Gruppe zu verstärken. Rivers, ein vielseitiger Cornerback, könnte in einem Jahr sogar Marlon Humphrey beerben – ein ambitioniertes Ziel.
Ein unspektakulärer, aber produktiver Draft, der mehrere Starter hervorbringen sollte. Die Note: 2+.

Die bengals: cleverer trade, spannende prospects
Der teure Trade für Dexter Lawrence hat die Bengals zwar aus der ersten Runde geworfen, aber sie haben sich mit Cashius Howell einen explosiven Speed Rusher gesichert. Ob Howells kurze Arme in der NFL funktionieren, bleibt abzuwarten, aber in Kombination mit Mafe, Stewart und Murphy könnte er die Frontline vervollständigen. Tacario Davis ist ein schneller, großer Cornerback, der in der zweiten Runde ein Schnäppchen darstellt. Connor Lew, der von einem Kreuzbandriss zurückkehrt, könnte 2027 als Starter im Center agieren. Insgesamt ein cleverer Draft, der die Bengals gut aufgestellt hat.
Die Note: 2-.

Die browns: exzellente strategie, ein paar wagnisse
Der Downtrade mit Kansas City war ein Volltreffer für die Browns. Sie konnten Spencer Fano, ein vielseitiges Tackle-Talent, und KC Concepcion, einen explosiven Returner und Receiver, an Tag 1 sichern. Denzel Boston, ein Big-Body-Receiver, komplettiert die neue Receiving-Gruppe. Emmanuel McNeill-Warren in Runde 2 war ein starker Move, und Taylen Green, ein athletischer Quarterback-Rohdiamant in der sechsten Runde, könnte in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Browns haben alle zentralen Needs adressiert und einen Draft hingelegt, der in Summe exzellent war. Die Note: 1.

Die steelers: chaotischer start, solide ergebnisse
Der Lemon-Flop in der ersten Runde war eine bittere Pille für die Steelers, aber Max Iheanachor ist ein solider Guard mit Upside. Germie Bernard in der zweiten Runde ist ein guter Receiver, auch wenn der Trade etwas überhastet wirkte. Die Steelers haben mit Drew Allar einen Quarterback-Projekt in der dritten Runde gepickt und mit Dunker eine weitere Option für die Offensive Line gefunden. Insgesamt ein solider Draft, der zwar einen chaotischen Start hatte, aber am Ende mehrere Starter hervorbringen sollte. Die Note: 2-.
Die Draft Grades sind keine Prognose für die nächsten vier Jahre, sondern eine Bewertung der Herangehensweise der Teams im Hier und Jetzt. Sie fließen aus den Spieleranalysen und der Konsens-Sichtweise auf die Prospects, aber vor allem aus der strategischen Perspektive. Wer hat das Board gut gespielt? Wer war smart mit seinen Trades? Und wer hat vielleicht einen Draft hingelegt, der in der Zukunft deutlich negativer interpretiert werden wird?
Der NFL-Draft 2026 hat uns in jedem Fall einige spannende Momente beschert. Die Zeit wird zeigen, ob die Teams ihre Entscheidungen richtig getroffen haben.
Die Saison 2026/27 wird die Antwort liefern.