Neunkirchen: notvorstand nimmt kurs auf ruhigere zeiten

Borussia Neunkirchen hat einen neuen Hoffnungsschimmer: Ein Notvorstand wurde gewählt, um den angeschlagenen Verein durch die Insolvenz zu steuern. Rainer Lauffer, Herbert Grundmann und Jens Kelm übernehmen das Ruder – ein Trio, das nun gemeinsam mit Insolvenzverwalter Thomas Becker die finanzielle Rettung anstrebt.

Die bürde von 350.000 euro

Die bürde von 350.000 euro

Die Situation ist ernst. Rund 350.000 Euro an Gläubigerforderungen lasten auf dem Fußball-Saarlandligisten. Doch der neue Notvorstand zeigt sich kämpferisch. Ihre Strategie: Spenden, Spieleinnahmen und die Wiedereinführung der Mitgliedsbeiträge sollen die Schulden abbauen. Alleine die aufgestaute Summe aus den eingefrorenen Beiträgen beläuft sich auf schätzungsweise 30.000 Euro – ein willkommener Zufluss für die klamme Kasse.

Die Entscheidung für das Trio Lauffer, Grundmann und Kelm fiel am Mittwochabend bei einer Mitgliederversammlung. Die zuvor notwendige Satzungsänderung wurde von den Anwesenden mitgetragen. Es ist ein Zeichen der Hoffnung für die Anhänger des Traditionsvereins, die in den letzten Monaten schwere Zeiten durchleben mussten – nicht zuletzt aufgrund des Bestechungsskandals, der den Verein in den finanziellen Abgrund stürzte.

Ein Blick zurück: Der Rücktritt des bisherigen Vorstands hatte den Verein vor einigen Wochen in eine Zwangslage gebracht. Nun soll der Notvorstand die Brücke bauen, bis die Insolvenz abgeschlossen ist und eine neue, stabile Führung gefunden werden kann. Die nächste Mitgliederversammlung ist für November angesetzt, wo dann die Weichen für die Zukunft gestellt werden sollen.

Die Berichterstattung über die Situation in Neunkirchen hält an. Der SR informierte bereits im Radio über die Wahl des Notvorstands. Ob es gelingt, den Verein zu sanieren und wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen, bleibt abzuwarten. Doch der Wille ist da – und das ist im Moment das Wichtigste.