Neuer-ende: effenberg fordert torwart-revolution!

Der Schock sitzt tief: Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der WM ausgeschieden. Ein jähes Ende, das ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg scharf verurteilt. Seine Forderung ist unmissverständlich: Ein kompletter Umbruch ist nötig, angefangen im Tor. Und da hat er sich bereits entschieden.

Die neuer-ära ist vorbei – jonas urbig übernimmt

Die neuer-ära ist vorbei – jonas urbig übernimmt

„Das Kapitel Manuel Neuer beim DFB ist endgültig geschlossen“, so Effenberg in seiner t-online Kolumne. Und er geht weiter: Eine Rückkehr von Oliver Baumann, obwohl erfahren, sei langfristig keine Lösung. Stattdessen setzt Effenberg auf Jonas Urbig, den jungen Keeper vom FC Bayern. Der 20-Jährige, der in der vergangenen Saison bereits wettbewerbsübergreifend 20 Einsätze für den Rekordmeister absolvierte, soll nun die neue Nummer 1 im Tor werden. Das ist ein klares Statement, das die Trainerbank des DFB aufmischen wird.

Doch der Umbruch soll nicht nur im Tor stattfinden. Effenberg sieht eine ganze Generation im DFB-Team in Frage gestellt. Acht Spieler im WM-Kader waren über 30 Jahre alt, vier weitere werden dieses Jahr noch 30. „Vielleicht ist das ja jetzt der Zeitpunkt, noch konsequenter auf die Jüngeren zu setzen“, fordert der ehemalige Nationalspieler. Es ist ein riskanter Schritt, aber könnte die Antwort auf die jüngsten Misserfolge sein.

Lennart Karl soll auf dem rechten Flügel die neue Offensivpower bringen. Gemeinsam mit Talenten wie Said El Mala, Florian Wirtz und Jamal Musiala könnte so eine frische, hungrige Mannschaft entstehen. In der Defensive sieht Effenberg in Nathaniel Brown, Malick Thiaw und Nico Schlotterbeck die zukünftigen Säulen. Der Schnitt des aktuellen Kaders liegt bei 28,1 Jahren – ein Umbruch ist längst überfällig.

Julian Nagelsmann hat nach dem Ausscheiden erklärt, „bereit zu stehen“, sollte sich der DFB für einen solchen Wandel entscheiden. Aber die Worte sind leicht zu sagen. Die Tat zählt. Ob der DFB den Mut hat, einen so radikalen Umbruch vorzunehmen, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Wenn Deutschland wieder erfolgreich sein will, muss ein Neuanfang her – und der muss jetzt beginnen.