Neuer überrascht: nagelsmann stürmt ins tor – rekord in sicht!

Winston-Salem – Ein unerwarteter Moment des Sports sorgte für Aufsehen im deutschen WM-Lehrgang: Bundestrainer Julian Nagelsmann tauschte am Freitag die taktische Ausführung gegen ein überraschendes Torwarttraining. Während sich Manuel Neuer und seine Kollegen auf das entscheidende Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste vorbereiteten, stellte Nagelsmann kurzerhand seinen eigenen Torwartposten bereit – und zeigte dabei überraschendes Talent.

Ein innenverteidiger zwischen den pfosten?

Ein innenverteidiger zwischen den pfosten?

Die Szene wirkte surreal: Der Bundestrainer, einst selbst als Innenverteidiger aktiv, hielt einige Schüsse von Torwartcoach Andreas Kronenberg. Ein untypisches Training, das die Augen der deutschen Torhüter auf sich zog. Doch Nagelsmann nahm die Sache offensichtlich mit Humor und zeigte, dass er die Basics beherrscht. Es ist ein Zeichen seines Engagements und seiner Bereitschaft, in das Geschehen einzutauchen.

Am Samstag (ab 22:00 Uhr im LIVETICKER) wird dann wieder Routinier Neuer im Kasten stehen. Und er wird Geschichte schreiben. Mit seinem 21. WM-Einsatz übertrifft er den Franzosen Hugo Lloris und wird damit zum WM-Rekordtorhüter. Ein Meilenstein in einer bereits beeindruckenden Karriere.

Kapitän Joshua Kimmich mahnte bereits zur Vorsicht: „Wir müssen immer hellwach sein.“ Die Elfenbeinküste ist bekannt für ihre schnellen Konter, angeführt vom Leipziger Yan Diomande. Kimmich betonte die Notwendigkeit, den Raum hinter der Abwehr zu kontrollieren und mental aufmerksam zu sein, um nicht in einen riskanten Gegenpressing-Wettrennen zu geraten.

Das späte Training im Spry Soccer Stadium, bei dem der Rasen auf dem Hauptplatz geschont wurde, zeugt von einer professionellen Vorbereitung. Nagelsmann will sicherstellen, dass seine Mannschaft in Toronto bestens vorbereitet ist. Der Abflug im FIFA-Charterflieger steht für Samstagnachmittag (15:00 Uhr) an, das Team wird im Delta Hotel untergebracht sein. Ein Sieg gegen die Elfenbeinküste würde Deutschland vorzeitig die Qualifikation für die K.o.-Runde sichern.

Sportdirektor Rudi Völler ließ zudem durchblicken, dass die Platzierung in der Gruppe zweitrangig sei. „Wir wollen Erster werden und uns auch nach der Gruppenphase behaupten“, erklärte Völler. Der Turnierbaum spiele dabei keine Rolle. Die volle Konzentration liegt auf dem nächsten Spiel.