Neuer stellt wm-dismal-rekord ein: zehn spiele, zehn gegentore!
Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Katar ausgeschieden – und Manuel Neuer hat dafür einen traurigen persönlichen Rekord aufgestellt. Im Elfmeterschießen gegen Paraguay kassierte der Kapitän das mittlerweile zehnte Gegentor in seiner zehnten WM-Partie. Ein Albtraum für den Routinier, der die Hoffnung auf einen Titelgewinn mit seinem Team zunichte gemacht hat.

Die last der vergangenheit: carbajal und neurers missgeschick
Neuer reiht sich damit in eine illustre, aber wenig ehrenwerte Riege ein: Antonio Carbajal, der mexikanische Torwart, der ebenfalls in zehn WM-Spielen in Serie mindestens ein Tor hinnehmen musste – ein Rekord, der seit 1962 galt. Die Parallelen sind frappierend, doch die Umstände könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Carbajal in einer Zeit des Fußballs agierte, die taktisch weniger ausgefeilt war, steht Neuer für eine Generation, die auf höchste Professionalität und taktische Disziplin setzt.
Was besonders bitter ist: Gegen Paraguay war es nicht der erste Torschuss, der im Netz landete. In den Gruppenspielen hatte Neuer bereits beim 7:1 gegen Curacao, beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste und beim 1:2 gegen Ecuador jeweils den ersten Schuss des Gegners passieren lassen. Ein Muster, das sich nun fortsetzt und die Frage aufwirft, ob die Abwehrreihe des DFB-Teams überhaupt stabil genug war, um Neuer ausreichend zu unterstützen.
Die letzte „weiße Weste“ liegt weit zurück. Es ist bereits zwölf Jahre her, seit die deutsche Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft ohne Gegentor blieb. Der Triumph 2014 in Brasilien, als Deutschland im Finale mit 1:0 nach Verlängerung gegen Argentinien triumphierte, wirkt wie eine ferne Erinnerung. Damals ließ Neuer im gesamten Turnierverlauf nur vier Gegentreffer zu – ein Kontrastprogramm zu den jüngsten Ereignissen.
Die Enttäuschung ist groß, nicht nur bei den Fans, sondern auch im Lager des DFB. Die Frage, wie es nun weitergeht und welche Schlüsse aus diesem frühen Ausscheiden gezogen werden müssen, steht im Raum. Manuel Neuer, einst als Fels in der Brandung gefeiert, muss sich nun dieser Statistik stellen und hoffen, dass er in Zukunft wieder zu alter Stärke zurückfinden kann.
