Neuer: legendenstatus gefährdet? angerer schlägt alarm!
Manuel Neuer, einst unantastbarer Rückhalt der deutschen Nationalmannschaft, steht vor einer Zäsur. Die zweimalige Weltmeisterin Nadine Angerer hat in ihrer Kolumne für t-online scharfe Kritik geäußert und die Frage aufwirft, ob der Kapitän noch die Ausstrahlung und den Mut vergangener Zeiten besitzt.

Der schatten der vergangenheit: neuer wirkt gehemmt
Es sind nicht die Gegentore an sich, die Angerer beunruhigen, sondern vielmehr die Art und Weise, wie Neuer auf sie reagiert. „Der Manuel Neuer, den wir von den Bayern und aus früheren Deutschland-Spielen kennen, der steht gerade nicht im Tor“, so die ehemalige Torhüterin. Die bisherigen WM-Partien gegen Curacao, die Elfenbeinküste und Ecuador hätten ein klares Bild ergeben: kaum Torschüsse auf sein Tor, und die wenigen, die kamen, waren schwer zu halten. Die Tatsache, dass Neuer bereits vier Gegentore kassiert, aber nur drei Bälle gehalten hat, spricht Bände.
Besonders der Vorfall gegen Ecuador, bei dem es zu einem Missverständnis mit Jonathan Tah kam, wirft ein schlechtes Licht auf Neuers momentane Verfassung. „Szenen wie diese sind für Neuer untypisch“, betont Angerer. Beim zweiten Gegentor hätte er, ihrer Meinung nach, mit den Fäusten eingreifen müssen – eine Zögerlichkeit, die einem Spieler seines Kalibers fremd ist. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Kann Neuer seine Ära neu definieren oder verblasst er langsam zu einer Erinnerung an glorreiche Zeiten?
Die Zahlen lügen nicht: Vier Gegentore in drei Spielen sind ein Warnsignal. Angerer sieht darin nicht nur eine Frage der individuellen Leistung, sondern auch eine Frage des Selbstvertrauens. Kann der Kapitän seine Mannschaft wieder führen und den Glauben an den eigenen Erfolg stärken? Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Neuer seiner Rolle als eine der größten Torhüter aller Zeiten gerecht werden kann. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit – und gegen die Zweifel.
