Neuer hält bayern im bernabéu – und stellt seine zukunft in frage!

Madrid bebte gestern Abend Fußballgeschichte, als Manuel Neuer im Bernabéu eine Leistung zeigte, die ihresgleichen sucht. Der 40-jährige Torwart verhinderte mit einer Reihe spektakulärer Paraden, dass Real Madrid den FC Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League ausschalten konnte. Das Ergebnis: 2:1 für die Gäste – und die Frage, wie lange der deutsche Rekordkeeper noch auf höchstem Niveau agieren wird.

Die mauer von madrid: neuers gala-performance

Es war eine Nacht, die in die Annalen des Fußballs eingehen wird. Manuel Neuer, der Kapitän des FC Bayern, präsentierte sich in Topform und hielt seinem Team mit unfassbaren Reflexen den Rücken frei. Von den 20 Schüssen der Königlichen landeten zehn auf sein Tor – und Neuer war fast jedes Mal zur Stelle. Seine Paraden waren nicht nur technisch brillant, sondern auch Ausdruck einer unglaublichen Konzentration und Erfahrung. „Neuer-Spektakel gegen Mbappé und Vini!“, titelte die Presse am heutigen Morgen.

Nach getaner Arbeit räumte Neuer, wie so oft, seinen „Schreibtisch“ auf, sein Handtuch über die Schulter geworfen, ein Bild des entspannten Profis. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein Perfektionist, der jedes Gegentor leidenschaftlich bedauert. Denn für Neuer ist jeder Fehler eine Art Majestätsbeleidigung.

Ein schnupfen an der wade und die frage der zukunft

Ein schnupfen an der wade und die frage der zukunft

Doch die Zukunft des Routiniers ist ungewiss. Zwei Muskelfaserrisse in der Wade, verbunden mit Verdauungsproblemen, hatten ihn in den letzten Wochen gezwungen, Spiele auszulassen. „Das hat mir nicht in die Karten gespielt“, gestand Neuer. Und doch, er betonte selbstbewusst: „Trotz meiner 40 Jahre bin ich jetzt immer noch dabei.“

Die Frage, ob er seinen Vertrag beim FC Bayern, der im Sommer ausläuft, verlängern wird, lässt er offen. Der Verein und er selbst hätten „alle Zeit der Welt“, um eine Entscheidung zu treffen. Der „Schnupfen unten an der Wade“, wie er es selbst nennt, hat die Planung zusätzlich erschwert. „Der Erste war schon drin?“, fragte er am Mikrofon nach Mbappés Tor erstaunt. Ein kleiner Scherz, der aber auch die Frustration über den Anschlusstreffer deutlich machte.

Das bernabéu-trauma und die demut eines champions

Das bernabéu-trauma und die demut eines champions

Für Neuer war dieser Sieg im Bernabéu mehr als nur drei Punkte in der Champions League. Es war eine Art Wiedergutmachung für das bittere Ausscheiden vor zwei Jahren, als die Bayern im Rückspiel eine 2:2-Unentschieden aus dem Hinspiel nicht mehr nutzen konnten. Damals war ein unglücklicher Abpraller auf seinen Arm entscheidend. „Ich habe ein gutes Spiel gemacht“, sagte er sachlich. „Aber in der einen Situation ist der Ball einfach viel höher abgesprungen, als erwartet.“

Kompany, der Trainer des FC Bayern, schwärmte nach dem Spiel von Neuers Leistung. „Schaffen nicht viele“, sagte er und unterstrich damit, was jeder Fußballfan bereits wusste: Manuel Neuer ist ein außergewöhnlicher Torwart, ein Künstler seines Fachs, der das Torwartspiel revolutioniert hat und dessen Handschuhe noch lange nicht im Museum hängen.

Die Stimmen zum Bayern-Coup in Madrid waren einhellig: Manuel Neuer hat einmal mehr bewiesen, dass er zu den Besten seiner Zunft gehört. Und während die Fußballwelt über seine Zukunft spekuliert, steht für ihn fest: Er will noch mehr erreichen. Und das mit einer Leidenschaft, die seinesgleichen sucht.