Neuer hält bayern im bernabéu – aber: ist das weiterkommen realistisch?

Madrid bebte gestern Abend Fußball auf höchstem Niveau – und Manuel Neuer war der Mann des Abends. Der FC Bayern München hat im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid ein 2:1 geholt, doch der Jubel ist getrübt. Während die Leistung des Schlussmanns geradezu überragend war, bleibt die Frage, ob dieser Sieg im Bernabéu tatsächlich den Weg ins Halbfinale ebnen kann.

Neuer im tor – ein kraftakt gegen mbappé und vini jr.

Neuer, der mit 40 Jahren immer noch auf höchstem Niveau agiert, verhinderte zahlreiche Treffer der Madrilenen. Seine Paraden gegen Mbappé und Vinícius Júnior waren schlichtweg außergewöhnlich. „Das ist ja ’ne Frechheit!“, scherzte der Kapitän nach dem Spiel bei Prime Video, nachdem er den Ball nur knapp verfehlte. Ein Torwartfehler, wie er selbst augenzwinkernd hinzufügte. Doch hinter der Ironie verbirgt sich die Erkenntnis, dass selbst ein Neuer an seinen Grenzen angelangt war. Er rettete, was zu retten war, doch Real Madrid hatte mehr vom Spiel.

Jonathan Tah, ebenfalls im Bayern-Trikot, schwärmte von Neuers „Aura“. Mats Hummels ergänzte: „Eins mit Sternchen, Weltklasse-Leistung. Er ist so schlau im Tor, das ist beeindruckend.“ Diese Einschätzungen unterstreichen die unverzichtbare Rolle des erfahrenen Torwarts für die Münchner.

Die knappe führung – genug für das rückspiel?

Die knappe führung – genug für das rückspiel?

Die 2:1-Führung schmeichelt Bayern vielleicht ein wenig. Real Madrid drängte vor allem in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich, und der Treffer von Mbappé war vermeidbar, wenn auch durch eine brillante Parade vorausgeschickt. „Schade, dass es kein 2:0 geworden ist“, gab Neuer zu. „Aber man weiß ja, wie gefährlich Real Madrid ist.“

Trainer Vincent Kompany betonte nach dem Spiel, dass die Mannschaft noch einmal gewinnen müsse, um weiterzukommen. „Unsere Jungs wissen: du hast hier im Bernabéu gewonnen, und das ist auch etwas wert“, so Kompany. Er sprach auch sein Verständnis für Vinícius Júnior aus, der in letzter Zeit mit Hassreden konfrontiert wurde: