Nba-expansion rückt näher: seattle und las vegas kämpfen um plätze 31 und 32
Die NBA steht vor ihrer größten Zäsur seit 2004. In der kommenden Woche stimmt das Board of Governors erstmals über eine Liga-Erweiterung ab, die Seattle und Las Vegas zurück in die Elite bringen könnte. 23 Ja-Stimmen reichen, um die Bieter-Runde zu eröffnen – und die Liga hat längst grünes Licht signalisiert.

Die stimmen sind gezählt, der countdown läuft
Adam Silver hatte es im Dezember offen gesagt: „Wir schauen uns Las Vegas an, wir schauen uns Seattle an.“ Nun wird konkret. Sollte die Hürde von 23 Zustimmungen geknackt werden, beginnt sofort das Verfahren für neue Eigentümer. Die 31. und 32. Franchise würden 2028/29 auflaufen – mit frischen TV-Geldern, neuen Arenen und einem Marktwert, der laut Insidern locker die 2,5-Milliarden-Dollar-Marke sprengt.
Seattle träumt vom Comeback der SuperSonics, die 2008 nach Oklahoma City abwanderten. Die Stadt baut bereits an einer neuen Arena mitten im Zentrum, Finanzierungsrunden sind abgeschlossen, politische Genehmigungen liegen vor. Las Vegas wiederum hat sich vom Glücksspiel-Mekka zum Sport-Mekka gewandelt – NHL, NFL, jetzt also möglicherweise auch NBA. Die T-Mobile Arena wartet nur auf den Aufkleber mit dem Basketball-Logo.
Doch es gibt einen Haken: Die Liga will keine Zersplitterung der Einnahmen. Die neuen Teams erhalten in den ersten Jahren nur reduzierte TV-Gelder, ein Kompromiss, der kleinere Märkte beruhigen soll. Silver muss also nicht nur 23 Eigentümer überzeugen, sondern auch die Finanzverwalter, die Angst vor einem wasserdünneren Kuchen haben.
Die letzte Erweiterung war 2004, damals zahlte Robert Johnson 300 Millionen für die Charlotte Bobcats. Heute wäre das ein Schnäppchen. Die neue Preisliste beginnt bei 2,5 Milliarden – und steigt, je mehr Milliardäre sich in den Ring werfen. Die Jagd hat begonnen, der Countdown läuft. In einer Woche wissen wir mehr. Oder eben nicht.
