Nba will europa einverleiben – euroleague droht das aus

Die NBA schickt sich an, das europäische Basketball-Gefüge umzukrempeln. Commissioner Adam Silver kündigte nach der Governors-Sitzung ein gemeinsames Modell mit FIBA und nationalen Ligen an – die EuroLeague, bisherige Königsklasse, wird zum Beisatz degradiert.

Silver wirbt für „strukturierten ansatz“ – euroleague schaut in die röhre

Silver wirbt für „strukturierten ansatz“ – euroleague schaut in die röhre

„Zum Wohle des europäischen Basketballs“ sei ein Schulterschluss mit dem Weltverband und den Verbänden der zwölf analysierten Märkte nötig, betonte Silver. Die EuroLeague, seit 2000 unabhängig von FIBA organisiert, sei dabei „ergänzend“, nicht führend. Die Formulierung klingt nach Absage – und nach Machtwort aus New York.

Geplant ist ein NBA-europäischer Klubwettbewerb ab 2027, initiiert gemeinsam mit FIBA. Die ChampionsLeague, FIBAs bisheriger Vorzeige-Wettbewerb, rückt ebenfalls ins Abseits. Über 100 Organisationen sind laut Silver bereits ins Prozedere eingebunden, darunter Bundesligisten, Vertreter aus Spanien, Türkei und Frankreich. Die Einbindung der EuroLeague bleibt vage: Kooperation ja, Führung nein.

Der Konflikt um Ausleihregeln während der FIBA-Fenster belastet das Verhältnis seit Jahren. Klubbosse fürchten Zusatzbelastung, Verbände pochen auf Nationalspieler. Silver will den Streit beenden – auf seine Weise. Die NBA liefert das Format, die Technik, das Kapital. Europa liefert die Spieler und Arenen – und soll künftig die Regeln von New York spielen.

Die Entscheidung fällt im Herbst. Dann will Silver den Zwölf-Märkte-Katalog veröffentlichen und erste Franchise-Geber benennen. Wer zahlt, bekommt Einfluss. Und die EuroLeague? Sie kann mitmachen – oder das Nachsehen haben.